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Insel-Bote

15. Dezember 2017 | 15:57 Uhr

Skatepark in Wyk : Es geht nicht voran

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Noch immer ist kein geeigneter Standort in Sicht. Derzeit favorisiert der Jugendausschuss eine Fläche neben der Kartbahn.

von
erstellt am 07.Jun.2016 | 08:30 Uhr

Die Planungen für den Skatepark kommen nur schleppend voran. Dieser Eindruck drängte sich in der jüngsten Sitzung des Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses auf, wo das Thema zwar nicht auf der Tagesordnung stand, aber dennoch ausgiebig diskutiert wurde.

Deutlich wurde, dass die Standortfrage noch immer ungeklärt ist. Jedoch: Fritsch-Hof und Parkplatz vor dem Wellenbad scheinen vom Tisch zu sein. Und einig waren sich die Ausschussmitglieder auch, dass die Rasenfläche zwischen der Lüttmarschhalle und dem Spielplatz – bisher einer der favorisierten Plätze – wohl nicht in Frage kommt. Nicht nur wegen des eher morastigen Untergrundes, sondern insbesondere auch wegen der rundum angrenzenden Bebauung. Selbst wenn ein Schallschutzgutachten die Möglichkeit offen ließe, wäre der Ort ungeeignet, warnte Peter Schaper (SPD): „Es reicht eine Klage, dann ist die Sache vom Tisch.“

Malte Scheibe, frisch gebackener Juso-Vorsitzender und als Bürgerliches Mitglied für Geeske Nahmens in den Ausschuss gekommen, berichtete von einer Umfrage unter den Schülern der Eilun-Feer-Skuul. Organisiert von der Schülervertretung, hatten sich rund 200 Jugendliche beteiligt, so Scheibe. Von denen sich zwei Prozent für den Fritsch-Hof, 48 Prozent für die Lüttmarsch und 50 Prozent für eine Fläche neben der Kartbahn als Standort ausgesprochen hätten.

Ein Platz, der auch in der Runde nicht unumstritten war. So warnte Eberhard Schaefer (KG) ausdrücklich und wies auf die Gefahrensituation durch den benachbarten Flugplatz hin. „Den Skatepark hier einzurichten, wäre aus meiner Sicht grob fahrlässig.“

Dennoch wurde deutlich, dass die große Mehrheit der Ausschussmitglieder das Gelände für geeignet hält. Die Hoffnung allerdings, hier ohne Änderung von Bebauungs- und/oder Flächennutzungsplan zum Zuge zu kommen, dürfte sich als trügerisch erweisen. „Eine Änderung des F-Plans könnte, eine Änderung des B-Plans müsste sein“, so Bauamtsmitarbeiter Ulrich Schmidt auf Nachfrage unserer Zeitung. Der damit die Hoffnung jener zunichte macht, die den Sport- und Spielplatz für die Jugendherbergs-Kinder ins Auge gefasst haben. Das Gebiet sei planungsrechtlich als Zelt- und Campingplatz ausgewiesen. Die Nutzung für einen Skatepark setze voraus, dass das ganze Verfahren inklusive F- und B-Plan-Änderung wiederholt werden müsste.

Schneller gehen würde aus Sicht Schmidts auch eine Variante kaum, die Michael Lorenzen (Grüne) ins Spiel gebracht hatte. Dessen Idee: Die Betreiber der Kartbahn stellen einen Teil ihrer Fläche, für die der B-Plan bereits geändert wurde, zur Verfügung. „Viel Platz würde ohnehin nicht beansprucht werden“, geht Lorenzen von zirka 2000 Quadratmetern aus.

Für Ulrich Schmidt bietet dieses Szenario keine Zeitersparnis. Es könne sein, dass die Änderung des F-Planes wegfalle, der B-Plan müsste dennoch geändert werden. Wenn auch bei einer Nutzungserweiterung in einem vereinfachten Verfahren. Ein Vorteil sei dies kaum, da die Abläufe identisch seien. Denn der weitaus größte Teil der Zeit beim Prozedere rund um die Kart-Bahn sei nicht für die Planung, sondern für die Klärungen mit dem Schallschutz und den Sicherheitsfragen rund um den benachbarten Flugplatz ins Land gegangen. Das habe dieses Verfahren so umständlich gemacht.

Darüber, dass der Schallschutz die nächste große Baustelle sein dürfte, war man sich im Ausschuss weitestgehend einig. Bereits bei der Diskussion um den Bau der Kartbahn hätten die Anwohner mobil gemacht und damit sei wohl wieder zu rechnen, hieß es in der Runde. Gelassener sieht dies Michael Lorenzen, für den das Zeitfenster, in dem die Bahn genutzt wird, überschaubar sein dürfte: „Ich denke, dass dort am Tag, wenn überhaupt, maximal eine Stunde Betrieb sein wird.“ Zudem handle es sich um ein Gebiet, in dem durch die nahe Jugendherberge und den Flugplatz ohnehin Lärm entstehe. „Da fällt das bisschen Skateboard-Fahren gar nicht ins Gewicht.“

Die Verwaltung soll nun eruieren, so der Auftrag des Ausschusses, welchen Spielraum der B-Plan 52 (Kartbahn) für die Errichtung des Skater-Parks lässt. Und Malte Scheibe wird die Jugendlichen befragen, wie die Skater-Anlage von der Größe her aussehen könnte. Scheibe hatte von Überlegungen berichtet, wonach das Jugendzentrum mit seinem Projekt „Alles was rollt“ einen Ausflug etwa zur Anlage nach Niebüll machen könnte. Informationen des dortigen Betreibers und der hiesigen Schüler will er dem Ausschuss vortragen.


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