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Rund um Amrum 2017 : Erster Sieg im vierten Anlauf

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

106 Teilnehmer trotzen bei der 16. Auflage Regen und schwierigen Bedingungen. Michael Mankus mit elf Minuten Vorsprung im Ziel.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Es ist kein klassisches Laufevent wie die meisten Zehn-Kilomter-Läufe, Halb- oder Marathons. Vielmehr wird der Amrumer Insellauf wegen seines besonderen und familiären Flairs in der Laufszene eher als Exot betrachtet. Nun fand die 16. Auflage von „Rund um Amrum“ statt. Und wieder ging es weniger um Spitzenzeiten, als eher um ein ganz spezielles Lauferlebnis mit ganz besonderen Bedingungen und Streckenverhältnissen. Dabei ist den Teilnehmern keine Strapaze zu viel. Was nicht wundert, denn als Belohnung gibt es Natur satt, geht es kilometerlang über einen der breitesten Strände Europas. Ein Umfeld, das vergleichbare Wettkämpfe nicht bieten können.

In diesem Jahr waren 106 Teilnehmer dabei und die Voraussetzungen alles andere als optimal. Aufgrund der langanhaltenden und heftigen Regenfälle an den Tagen zuvor war die Strecke im Vergleich zu den Vorjahren tiefer und weicher. Auf dem Abschnitt von Nebel nach Norddorf stand derart viel Wasser, dass die Athleten über den Wirtschaftsweg umgeleitet wurden. Auch am Renntag hatte es noch kurz vor dem Start heftig geregnet.

Die schwierigen Bedingungen taten der guten Stimmung allerdings keinen Abbruch. Pünktlich fiel vor dem Schullandheim in Nebel der Startschuss. Hier hatten sich die Läufer am Vortag im Rahmen der Nudelparty für den vollen Lauf „Rund um Amrum“ (28,5 Kilometer) oder die halbe Strecke (14,5 Kilomter) entscheiden können. Letztere konnte auch als Dreierstaffel in Angriff genommen werden.

Sieger über die 28,5 Kilometer-Strecke wurde Micheal Mankus aus Hamburg. Noch am Morgen hatte der 47-Jährige mit Rückenproblemen zu kämpfen, die ihn jedoch beim Laufen nicht mehr behinderten. Im Gegenteil: Vom Start weg setzte sich der leidenschaftliche Ultraläufer an die Spitze des Feldes und baute seine Führung von Station zu Station kontinuierlich aus. Nach 2:17:30 Stunden lief Mankus bei seiner vierten Teilnahme erstmals als Sieger über die Ziellinie; knapp elf Minuten vor Domenik Ramin (2:28:02), der Zweiter wurde. Dritter wurde Klaus Wottke (2:40:22). Als schnellste Frau erreichte Silke Hansen in 3:00:21 Stunden das Ziel. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Corina Kutschke (3:04:02) und Santina Haber (3:36:59).

Auch über die 14,5 Kilometer-Distanz wurden wieder tolle Leistungen gezeigt. Schnellster Läufer auf der halben Strecke war Lars Wagner, der mit einer Siegerzeit von 59 Minuten und 18 Sekunden unter der Schallmauer von einer Stunde blieb. Auf dem zweiten Platz folgte der Insellauf-Rekordsieger Jan-Peter Brückner aus Eckernförde (zehn Erfolge über die große und kleine Runde) in 1:01:37 Stunden. Brückner hatte sich im Frühjahr einer Operation an der Achillessehne unterziehen müssen und deshalb auf einen Start über die volle Distanz verzichtet. Nach eigener Aussage wollte Brückner stattdessen „locker“ die halbe Runde laufen und erreichte dabei dann überglücklich den zweiten Platz. Über Platz drei durfte sich der schnellste Amrumer Jens Tadsen (1:03:22) freuen.

In diesem Jahr ebenfalls dabei: Insgesamt elf Staffeln, darunter neun Dreier- und zwei Zweierteams über die 14,5 Kilometer. Dabei war das Team um Ben Randow, Felix Büchner und Andreas Autzen nicht zu schlagen und gewann mit einer Zeit von 1:07:14 Stunden den Staffelwettbewerb vor den beiden Trios Paul Wörner, Daniel Drews und Jannes Steffens (1:08:48) sowie der Amrumer Familienstaffel mit Ulf, Svea und Nick Jürgensen (1:11:20).

Auch diesmal durften sich die jeweils drei schnellsten Läufer und Läuferinnen in den verschiedenen Wertungen über attraktive Preise freuen. Zudem erhielt jeder Teilnehmer nach der Siegerehrung neben einer Teilnehmer-Urkunde mit persönlicher Laufzeit eine Finisher-Medaille sowie ein braunes Insellauf T-Shirt als Erinnerung.

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