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Heimspiel auf Amrum : Erster Auftritt nach einem langen Jahr

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die „Amrumer Soulband“ heizte in Nebel ordentlich ein. Neben bekannten Stücken auch viel Neues im Programm.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2016 | 17:00 Uhr

Das Publikum tanzte, wippte, sang mit und war begeistert vom ersten Konzert der „Amrumer Soulband“ nach einem Jahr. Das „54°Nord“ hatte sich herausgeputzt mit neuer Stranddeko und begrüßte neben der Band viele Besucher.

Mit einem einleitenden Videofilm begann die Spannung zu steigen: Alle Bandmitglieder wurden mit einem „Es geht los“, von Drummer Peter Lückel aus ihrem Alltag gerissen und sprangen ins Auto. Als sie in dem Video vor dem Ort des Geschehens halten und die Musiker aussteigen, entern diese auch real die Bühne. Ein gelungener Auftakt, der vom Publikum mit tosendem Applaus bedacht wurde.

Unterstützt von Kerstin Lutz, die auch an diesem Abend „Klar“ von Jan Delay schmetterte, heizte Frontsängerin Birte Schreiber den Zuhörern schon mit den ersten Liedern ordentlich ein. Entsprechend war die Stimmung: derart mitreißend, dass die anfangs gemütlichen Feuerpyramiden schnell ausgemacht wurden.

Zwischen bekannten Stücken wie „Evil Ways“ von Santana oder „Hold the Line“ von Toto hatte die Amrumer Soulband viele neue Stücke im Programm. Diese einzustudieren, war über die Monate nicht so einfach, da alle neun Bandmitglieder viel beschäftigt sind und ein gemeinsamer Probenabend kaum zu realisieren war. Jedoch: Falls an diesem Abend nicht alles perfekt lief und der eine oder andere Fehler passierte, dem Publikum war’s egal. Das feierte vielmehr die Band und schunkelte gemütlich mit bei „Smooth Operator“, dem Ohrwurm von Sade. Der verlieh nicht nur durch die grandiose Stimme von Birte Schreiber Gänsehaut, sondern wurde auch durch Frank Timpe und seinem Saxofon grandios in Szene gesetzt – untermalt von dem Bassisten Christoph Mossmann.

Keyboarder Thomas Kähding rockte seine Tasten und triumphierte bei Soloeinsätzen, Schlagzeuger Peter Lückel zeigte, was seine Schlagstöcke alles aus den Drums holen können, und Birte Winkler an der Trompete sowie Jens Lucke an der Posaune standen zwar in zweiter Reihe, spielten jedoch „die erste Geige“. Gitarrist Ingo Jensen, der eigens von Föhr angereist war, ist aus der Formation nicht mehr wegzudenken und überzeugte auf der ganzen Linie. Alle zusammen waren auf der Bühne perfekt eingespielt und auch wenn alles „nicht so hundertprozentig geklappt hat“, so ein Bandmitglied nach dem Konzert, war es für das Publikum nicht zu merken.

Die Motivation und zeitintensiven Proben haben sich ausgezahlt. Das machte das Publikum deutlich, das eine Zugabe nach der anderen forderte. Mit ihrem letzten Stück „Walking by myself“ verabschiedeten sich die neun Musiker von der Amrumer Soulband schließlich von der Bühne und ließen Jan Oppermann den Plattenteller zur Ü-30-Party drehen, die noch bis spät in die Nacht andauerte. Für die Soulband sind noch drei weitere Auftritte in diesem Jahr geplant: 25. Juni (20 Uhr, Nebel, Mühle); 23. Juli (17 Uhr, Norddorf, Ortskern) und 1. Oktober (20 Uhr, Norddorf, Gemeindehaus).

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