Trendsport : Erste Ideen für einen Skatepark in Wyk

Föhrer Skater könnten ihre Geschicklichkeit bald an Hindernissen und Pools beweisen.
Föhrer Skater könnten ihre Geschicklichkeit bald an Hindernissen und Pools beweisen.

Jugendliche hoffen auf eine Alternative zur ungeliebten Anlage an der Eilun-Feer-Skuul. Standort könnte der Parkplatz vor dem Wellenbad werden.

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30. Juli 2015, 08:00 Uhr

Skate- und Longboards liegen bei Kindern und Jugendlichen voll im Trend. Folgerichtig hatte Christian Maischak das Projekt „Alles was rollt“ im Wyker Jugendzentrum ins Leben gerufen. Die Gruppe erfreut sich großer Beliebtheit und jeweils freitags um 17 Uhr sind rund 15 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 15 Jahren dabei.

Doch wo sollen die rollenden Kids ihrer sportlichen Leidenschaft nachgehen? Die kleine Bahn auf dem Parkplatz des Schulzentrums entspricht nicht den Vorstellungen der Jugendlichen und wird schon lange nicht mehr genutzt. Weshalb sich die Gruppe an Michael Lorenzen (Grüne) wandte. Der ist Mitglied des Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses und brachte das Thema in diesem Gremium auf die Tagesordnung. Die Idee: In Wyk soll ein Skatepark entstehen – nach dem Vorbild des „Schlachthofes“ in Flensburg. Auch dort waren die Initiativen seinerzeit von Jugendlichen und Erziehern ausgegangen.

Ein Vorschlag, der im Jugendausschuss wie auch im Bauausschuss, wo das Thema ebenfalls bereits auf der Tagesordnung stand, mit Wohlwollen aufgenommen wurde. Wichtig für die Planer, denn die Stadt muss mitspielen. Schließlich trägt sie die Kosten und muss das Gelände zur Verfügung stellen.

Die Suche aber gestaltet sich als schwierig. Im Gespräch war die Rasenfläche zwischen der Lüttmarschhalle und dem Spielplatz, die als zu feucht befunden wurde. Auch eine Idee aus dem Bauausschuss, die Anlage neben die geplante Kartbahn zu setzen, fand wenig Gegenliebe. Michael Lorenzen und die Skater favorisieren einen Teil des Parkplatzes vor dem Wellenbad. Der sei befestigt, so Lorenzen, zudem gebe es Strom, Beleuchtung und Toiletten. Und es sei ein super Anlaufpunkt, so der Grünen-Politiker, der auf die unmittelbare Nachbarschaft zum Wellenbad, Spiel- und Minigolfplatz verweist.

Eine Alternative, mit der sich Wyks Politiker nicht anfreunden wollen, die die Lärmbelästigung fürchten. Dazu kommt, dass die Parkplätze am Wellenbad zu einem großen Teil abgelöst sind – Ausgleichsplätze für jene, die in der Stadt wohnen und hier keinen Parkplatz auf ihrem Grundstück haben. Hierfür müssten Ersatz-Stellflächen gefunden werden. Dass das Areal der bisherigen Skatebahn an der Eilun-Feer-Skuul dafür nicht in Frage kommt, betont Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen. Es handle sich um Schul- und Amtsgelände, auf das die Stadt keinen Zugriff habe, betont Raffelhüschen. Zudem dürften auf dem Schulgelände keine öffentlichen Parkplätze entstehen. „Wo die Ausgleichsflächen also hergenommen werden könnten, dafür gibt es derzeit keine Idee.“

Kritische Stimmen sind auch in einem weiteren Punkt zu hören: Es gibt die Befürchtung, dass die Anlage nur anfangs interessant ist und mittelfristig ähnlich wie die am Schulzentrum nicht mehr frequentiert wird. „Wir denken, das muss attraktiv und bespielbar sein. Wenn das gut ist und Spaß bringt, dann wird es auch angenommen“, ist Michael Lorenzen vom Gegenteil überzeugt. Wichtig sei, dass die Hindernisse und Pools von Insidern aufgestellt werden, die wissen, wie lang die Aus- oder Anläufe zur richtigen Nutzung sein müssen. „Deshalb müssen Planung und Umsetzung durch eine professionelle Firma erfolgen, die zudem die Wünsche der Jugendlichen berücksichtigt.“

Die Kosten sind vorerst mit 100  000 Euro kalkuliert. Ein Betrag, von dem Lorenzen selbst nicht glaubt, dass er reicht. Immerhin ist die favorisierte Fläche über 1000 Quadratmeter groß. „Man muss nicht gleich alles zupflastern, kann sukzessive aufstocken“, denkt der Grünen-Politiker an ein Areal, dass genutzt, gestaltet und erweitert werden kann. Zudem könnten die Hindernisse, die derzeit vor der Eilun-Feer-Skuul installiert sind, integriert werden, womit die Kosten gesenkt würden. „Noch ganz weit weg und dennoch ein Gedankenspiel“ seien auch die Möglichkeiten, über die Aktivregion eine Förderung zu bekommen oder einen zahlungskräftigen Sponsor zu finden.

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