föhr/amrumer standesamt-statistik 2014 : Erste Ehe in Alkersum geschlossen

Stolze 64 neue Erdenbürger erblickten im vergangenen Jahr auf Föhr das Licht der Welt.
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Stolze 64 neue Erdenbürger erblickten im vergangenen Jahr auf Föhr das Licht der Welt.

Die Geburtenzahlen steigen weiter. Erstmals gab sich im Museum Kunst der Westküste ein Paar das Ja-Wort.

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15. Januar 2015, 09:00 Uhr

Das Standesamt Föhr-Amrum I hat seine Statistik für 2014 vorgelegt. Demnach wurden im vergangenen Jahr 64 Geburten auf Föhr verzeichnet. Womit sich der positive Trend der vergangenen Jahre fortsetzt (48 in 2012 und 58 im Jahr 2013). Von den 34 Mädchen und 30 Jungen, die auf der Insel das Licht der Welt erblickten, haben 47 Föhrer Eltern, eine Zahl, die der des Vorjahres entspricht. Keine Geburten meldet Ina Schumann für das Standesamt II in Nebel, allerdings haben zwölf Amrumer Mütter im Föhr-Amrumer Krankenhaus entbunden und fünf vom Festland (zugrunde gelegt ist jeweils der Wohnsitz der Mutter).

Nicht überraschend: den größten Zuwachs hatte mit 20 Geburten – auch diese Zahl entspricht der des Vorjahres – Wyk zu verzeichnen. Fünf neue Insulaner wurden in Alkersum registriert, vier in Oldsum und jeweils drei in Nieblum, Wrixum und Utersum. Zwei Geburten gab es in Borgsum, Midlum, Oevenum und Süderende sowie eine in Witsum. Sophie bei den Mädchen und Johann und Leonard bei den Jungen waren die am häufigsten vergebenen Vornamen.

Den 64 Geburten standen 77 Sterbefälle auf Föhr gegenüber, auf Amrum 18 (acht Verstorbene in Nebel, sieben in Norddorf und drei in Wittdün). 41 Menschen wurden in Wyk und 36 auf Föhr-Land zu Grabe getragen. Mit neun lag hier Midlum an der Spitze, gefolgt von Nieblum (sieben), Oldsum (sechs), Utersum (vier) sowie jeweils zwei in Alkersum, Borgsum, Dunsum, Süderende und Wrixum. Dazu kamen acht Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf dem Festland hatten. Die Statistik, die auf dem ersten Wohnsitz des Verstorbenen basiert, weist seit 1874 12654 Sterbefälle auf, denen 15368 standesamtlich beurkundete Geburten gegenüberstehen.

Als Hochzeitsziele liegen Föhr und Amrum nach wie vor voll im Trend. 162 Paare schlossen auf Amrum den Bund fürs Leben (2013: 163). Ganz oben in der Beliebtheitsskala stand das Öömrang Hüs (64), gefolgt von dem Nebeler Amtsgebäude (48) und dem Leuchttum (36). Elf Paare gaben sich in der Mühle das Ja-Wort und drei auf dem Ausflugsdampfer „Eilun“.

Einen leichten Anstieg vermeldete dagegen Anja Jakobsen, mit den Kolleginnen Levke Jessen und Petra Querfurth-Göttsche im Wyker Standesamt tätig, für Föhr, wo seit 1874 8631 Ehen geschlossen worden sind. Hier wurden im vergangenen Jahr 157 Mal die Ringe getauscht (Vorjahr 145). Wobei lediglich 19 Paare, zugrunde liegt der Wohnsitz des Mannes, von der Insel kamen. 126 Heiratswillige kamen aus ganz Deutschland und ein Paar aus dem Ausland. Ja gesagt wurde überwiegend im Trauzimmer des Amtsgebäudes (93), gefolgt von der „Kapitänsstube“ in Oevenum (23), dem Haus Olesen auf dem Gelände des Friesenmuseums (19), der „Friesenstube“ in Wrixum (17) und dem Segelschiff „Ronja“ (4). „Mit dem Museum in Alkersum haben wir einen weiteren Trauort, den wir sehr attraktiv finden“, kann Anja Jakobsen auch eine Trauung in Alkersum vermelden. Denn seit dem September des vergangenen Jahres sind Eheschließungen auch im Museum Kunst der Westküste möglich, wo wahlweise in der Galerie oder im Saal geheiratet werden kann.

Seit 2001 können auch gleichgeschlechtliche Paare den Bund fürs Leben schließen, der als „eingetragene Lebenspartnerschaft“ geführt wird. Vier Mal gaben sich solche Paare auf Amrum das Ja-Wort; je eines im Leuchtturm und im Öömrang Hüs und zwei im Amtsgebäude in Nebel. Auf Föhr gaben sich vier weibliche Paare das Ja-Wort, die allesamt vom Festland kamen.

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