Weit gereister Besuch : Erlebnisse aus dem fernen Afrika

Ein beeindruckendes Team in der Jugendkapelle: Angelika Wohlenberg und die Massai.
Ein beeindruckendes Team in der Jugendkapelle: Angelika Wohlenberg und die Massai.

Angelika Wohlenberg, eine Streiterin für das Christentum in Afrika, besuchte Föhr in Begleitung von fünf Massais und berichtete in der Wyker Jugendkirche über ihr Wirken im Massailand.

shz.de von
29. Mai 2015, 16:15 Uhr

Angelika Wohlenberg, eine Streiterin für das Christentum in Afrika, „Freibeuterin im Reiche Gottes“. In der voll besetzten Jugendkirche in der Süderstraße berichtete sie ausführlich, unter anderem anhand von Dias, über ihr Wirken im Massailand.

Von fünf Maissais, zwei Männer und drei Frauen, wurde Wohlenberg begleitet. Diese beeindruckenden Menschen bereicherten den Nachmittag mit ihren Gesängen. Wobei ausschließlich christliche Lieder vorgetragen wurden, denn sie alle waren zum Christentum übergetreten.

„Die Massai sind ein sehr stolzes und unabhängiges Volk“, erzählte Angelika Wohlenberg, die sich nicht so schnell überzeugen ließen.„Und wenn sie es tun, geschieht dies auf freiwilliger Basis“, fügte sie hinzu.

Angelika Wohlenberg, Pastorentochter aus Breklum, wuchs in Nordfriesland auf. Sie erlernte den Beruf einer Krankenschwester und den einer Hebamme, war einige Jahre in Deutschland tätig und wanderte mit 27 Jahren nach Tansania aus. Heute lebt und arbeitet sie in Malambo, direkt am Serengeti-Park. Gesundheits- und Entwicklungsarbeit sowie Evangelisation sind ihre Schwerpunkte. „Das Christentum bedeutet insofern für die Massai eine Chance, weil hier die Frauen nicht mehr zwangsverheiratet und auch nicht mehr beschnitten werden“, erzählt die engagierte Frau.

Mit ihrer Hilfe sind in Malambo eine Schule und eine Mobile Klinik mit einer Augenstation entstanden. Mit drei weiteren Deutschen und 45 tansanischen Mitarbeitern ist sie in diesem Projekt, dass sich alleine von Spenden trägt, tätig. Öffentliche Gelder gibt es keine.

Wenn Angelika Wohlenberg von ihren Erlebnissen erzählt, lauschen die Zuhörer sehr gespannt. Es ist ein völlig anderes Leben, so sagt sie, als in Deutschland. So traf sie eines Nachts, als sie zu einem Patienten gerufen worden war, in der Steppe auf zwei Löwen. Eine Begegnung, die sie nach eigenen Worten „dank Gottes Hilfe“ tapfer überstanden hat. Auch Krokodile, die im Fluss schwimmen, können gefährlich werden – Angelika Wohlenberg hat sie mit Steinen vertrieben.

„Von den Massai habe ich den Namen ‚Tarzan‘ erhalten“, berichtet die beeindruckende Frau, die den gespannt lauschenden Erwachsenen und Kindern in der Jugendkirche auch einige lustige Begebenheiten erzählen konnte.

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