Kommunalwahl 2018 : Ergebnis auf den Inseln bestätigt

Im Wyker Wahlbezirk I war am Wahlabend am längsten gezählt worden.
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Im Wyker Wahlbezirk I war am Wahlabend am längsten gezählt worden.

Amtswahlausschuss prüft und hat keine Beanstandungen. In Nebel kommt es nachträglich zu einer Verschiebung der Sitze.

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16. Mai 2018, 12:30 Uhr

Das bisher vorläufige Ergebnis der Kommunalwahl 2018 für Föhr und Amrum ist ein endgültiges, das hat der Amtswahlausschuss nach eingehender Prüfung bestätigt. Es habe keine Unregelmäßigkeiten gegeben, sagte Wahlleiter Jörg Michelsen, „alles was wir zusammengetragen haben, hat sich als richtig erwiesen“.

Tatsächlich war der Wahlabend bis auf den Wyker Wahlbezirk I (Innenstadt), wo länger gezählt wurde, zügig verlaufen. Und lediglich in Nebel kam es nachträglich zu einer Verschiebung der Sitze. „Im Eifer des Gefechts wurde beim Verhältnisausgleich eine Höchstzahl übersehen“, sagte Michelsen, was einen Fehler in der Sitzverteilung über die Liste zur Folge gehabt habe.

Elf Gemeindevertreter galt es in Nebel zu wählen: sechs Direkt- und fünf Listenkandidaten. Das am Wahlabend verkündete vorläufige Wahlergebnis hatte sechs Sitze für den Nebeler Bürgerblock (fünf Direktkandidaten und ein Listenkandidat), vier Sitze für die CDU (ein Direktkandidat und drei Listenkandidaten) sowie einen Listenplatz für die SPD ergeben. Das korrigierte vorläufige und nun bestätigte Wahlergebnis sieht für den Nebeler Bürgerblock nur noch fünf Direkt- und keinen Listenkandidaten mehr vor. Für die SPD kommt ein weiterer Listenplatz hinzu. Somit ergibt sich folgende Sitzverteilung: Bürgerblock: Elke Dethlefsen, Christian Peters, Helmut Bechler, Mario Bruns, Traute Diedrichsen. CDU: Cornelius Bendixen, Martin Drews, Jan Oppermann, Henning Claussen. SPD: Lothar Herberger und Tobias Lankers.

Der Nebeler Bürgerblock hat somit zwei Sitze und die absolute Mehrheit verloren, die CDU zwei Sitze hinzugewonnen. Für die Arbeit im Gemeinderat ergibt sich eine neue Konstellation. Auch wenn in der Gemeindepolitik vieles einvernehmlich geregelt wird, ergab sich in der letzten Wahlperiode hier und da die Situation, dass der Nebeler Bürgerblock die Richtung allein vorgeben konnte. Dies wird in den kommenden fünf Jahren anders sein, es müssen Mehrheiten gesucht werden. Schon bei der Wahl des neuen Bürgermeisters könnte dies eine Rolle spielen.

Gegen das Wahlergebnis kann nach der öffentlichen Bekanntmachung jeder Wahlberechtigte im Amtsbereich innerhalb eines Monats Einspruch einlegen. Für die Föhrer und Amrumer Gemeinden sowie die Stadt stehen nun konstituierende Sitzungen auf dem Plan. Es müssen Bürgermeister gewählt und Ausschüsse besetzt sowie die gemeindlichen Vertreter für Organisationen und Verbände gewählt werden.

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