zur Navigation springen
Insel-Bote

22. September 2017 | 19:18 Uhr

auf föhrer spuren : Erfolgreiche Premiere

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das friesische Trio „Kalüün“, bestehend aus Jan Faltings, Keike Faltings und Dennis Werner, stellte in der Alkersumer Ferring-Stiftung zusammen mit den Gastmusikern Ole Carstensen, Michael Lempelius, Lisa Rethwisch und Dirk Werner seine erste CD „Spöören“ vor.

Mitreißende Klänge traditioneller und neuer Folkmusik erklangen in den Räumen der Ferring-Stiftung und das Publikum war begeistert. „Darauf haben wir seit 20 Jahren gewartet“, meinte Kalle Johannsen, selbst ein Großer in der friesischen Musikszene mit dem Dragseth-Duo beziehungsweise der Dragseth Folkband.

Gemeint ist das friesische Trio „Kalüün“, bestehend aus Jan Faltings, Keike Faltings und Dennis Werner, die zusammen mit ihren Gastmusikern Ole Carstensen, Michael Lempelius, Lisa Rethwisch und Dirk Werner ihre erste CD „Spöören“ vorstellten. Das Trio möchte nach eigenen Worten den alten Balladen und Tanzstücken der Insel Föhr mit jugendlicher Neugier, aber auch dem nötigen Respekt, neues Leben einhauchen und zugleich die Spuren der Vorfahren mit nuanciertem Sprachgefühl und feinen Arrangements eigener Kompositionen fortsetzen. Das scheint den jungen Musikern gut gelungen zu sein, denn die zahlreichen Zuhörer klatschten anerkennend, unter ihnen viele Geldgeber von der Insel, die für die Finanzierung der CD-Produktion gewonnen werden konnten.

„Bei vielen Sponsoren rannten wir offene Türen ein“, freute sich Dr. Volkert Faltings von der Ferring-Stiftung, der seine Kinder maßgeblich auf dem Weg zur ersten CD unterstützte. Aus seiner Feder stammen auch die meisten Texte, die vom Leben auf der Insel und auf See, von Sehnsucht, Lebensfreude und der besonderen Wesensart der Föhringer erzählen. Aber auch kritische Themen wie etwa der Ausverkauf alter Friesenhäuser werden angesprochen. So heißt es in der Ballade „Fering hüs“ nach der Melodie „Cedars of Lebanon“ von Thom Moore: „Din rütjen blinj, din sial tu kuup.“ … „Din fering stem as kwarkt uun jil.“ (Deine Fenster blind, deine Seele zum Verkauf. Deine friesische Stimme ist erstickt an Geld.)

Die CD-Vorstellung mit dem Liveauftritt der Folkmusiker ließen sich auch Funk und Fernsehen nicht entgehen. Doch im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Dank an alle Mitstreiter und Helfer, die es erst ermöglichten, diese wiederbelebte Musikkultur professionell auf eine CD zu bringen.

Nachdem sich das Trio zunächst „kaluun“ nennen wollte (das friesische Wort bedeutet so viel wie Schwung, Kraft, Tatendrang), stellte man nach einer Recherche im Internet erstaunt fest, dass es bereits eine französische Heavy-Metal-Gruppe dieses Namens gab. Da das friesische Trio absolut nicht mit dieser Gruppe verwechselt werden wollte, einigte man sich auf „Kalüün“, das ältere, friesische Wort gleicher Bedeutung.

In jedem Fall wurde die Folkgruppe ihrem Namen gerecht und die Musik ihrer CD „Spöören“ (Spuren) hinterließ bei den Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck. Man darf gespannt sein, wohin die musikalischen Spuren in Zukunft führen werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen