Kleintierzucht Föhr : Erfolge und zu wenig Nachwuchs

Klein aber oho: Der zwölfjährige Lars Frädrich blickt als Neuzugang zwischen den Siegerpokalen hindurch. Foto: ipu
Klein aber oho: Der zwölfjährige Lars Frädrich blickt als Neuzugang zwischen den Siegerpokalen hindurch. Foto: ipu

Mitgliederversammlung des "Kleintierzuchtvereins Föhr U 41".

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17. Februar 2009, 11:58 Uhr

Oevenum | Ob Steinbacher Kampfgänse, holländische Zwerge in goldhalsig, Amsterdamer Kröpfer, Farbenzwerge russenfarbig oder Weissgrannen in Schwarz - die Litanei der im "Kleintierzuchtverein Föhr U 41" seit über 40 Jahren gezüchteten Geflügel- und Kaninchenrassen liest sich ebenso kurios wie vielfältig. Vorstand und aktive Mitglieder trafen sich traditionell im Februar zur Jahresversammlung in "Krögers Dörpskrog", um das vergangene Zuchtjahr Revue passieren zu lassen aber auch den Blick nach vorn zu richten.

Der Verein leide seit langem unter Mitgliederschwund, so der Vorsitzende Frank Lubomierski. Dennoch konnten vor allem die Kaninchenzüchter auf Kreis- und Landesebene schöne Erfolge einheimsen. Denn Heinz-Werner Sievertsen, Klaus Berger, Obmann Hark Lorenzen und Wolfgang Berger "staubten" in Husum groß "ab": Außer dem Titel des Kreismeisters heimsten die drei letzt erwähnten Insulaner in ihrer jeweiligen Kaninchenzuchtgruppe auch den Landessiegertitel mit Superbenotung und Rekordpunktzahl ein.
Zufriedenstellende Ergebnisse auf Kreisebene

Die Geflügelfans unter den Kleintierzüchtern waren mit ihren diversen Hühner-, Gänse- und Entenschlägen im vergangenen Jahr zwar nicht ganz so erfolgreich wie die "Langohrenfetischisten". Obmann Wolfgang Berger zeigte sich aber dennoch recht zufrieden mit den Ergebnissen auf der Geflügelkreisschau in Husum.

Etwas sorgenvoller blickte Finanzchef Wolfgang Kirstein in sein Kassenbuch, die geringe Mitgliederzahl bedingt natürlich auch entsprechende Kontostände. "Gern hätten wir 2008 auch eine Ortsschau auf der Insel veranstaltet, aber die Beteiligung wäre zu mau", so die Vorständler unisono. Die Insellage sei eben auch in dieser Sparte ein Nachteil, denn auch Richter verursachen (Fahrt-) Kosten. Dafür wurde aber die insulare "Tischbewertung" von fünf Züchtern beschickt, um die Qualität der Tiere vom inzwischen zum "Föhr-Spezie" avancierten Richter Klaus Bodenthien begutachten zu lassen. Und unterkriegen lassen will man sich im kleinen Traditionsverein sowieso nicht, denn als Hoffnungsschimmer trat der 12-jährige Lars Frädrich auf und als Jungzüchter dem Verein bei. "Ich hab wohl Opas Gene geerbt", vermutete der stolze Besitzer eines Loh-Kaninchenpaares. Er hat sich bei seinen Vereinskollegen schon so manch wertvollen züchterischen Tipp geholt und wartet auf möglichst viele kleine und große Gleichgesinnte, damit "U 41" nicht untergeht.

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