Wyk : Endspurt auf der Baustelle

Der Schriftzug „Upstalsboom“ prangt schon über dem Eingang.
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Der Schriftzug „Upstalsboom“ prangt schon über dem Eingang.

Am Südstrand geht der Betrieb bald los – zunächst aber nur probeweise.

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19. Juli 2018, 13:00 Uhr

Noch wuseln an der einen Seite Handwerker und Putzkolonnen durcheinander, wird gehämmert und gesägt, werden Tapeten geklebt, sind Einrichtungsgegenstände in Plastikfolie verpackt. In anderen Ecken werden dagegen bereits Möbel gerückt und entstaubt und das Großreinemachen hat angefagen. Auf der Baustelle für das neue Wellness-Hotel an der Wyker Gmelinstraße hat der Endspurt begonnen.

Trotzdem, noch ist kaum vorstellbar, dass hier schon bald die ersten Urlauber bewirtet werden sollen. Doch im August beginnt der Probebetrieb – allerdings noch nicht mit zahlenden, sondern mit geladenen Gästen, berichtet Hoteldirektor Hauke Petersen. Mitarbeiter von anderen Standorten der Hotelkette „Upstalsboom“ dürfen dann Ferien auf der Insel machen, müssen dabei aber hin und wieder als Versuchskaninchen herhalten. „Da kann es dann schon mal heißen, dass alle gleichzeitig morgens um halb acht duschen müssen oder alle geschlossen zum Frühstück erscheinen, ohne dass unsere Crew das vorher weiß“, sagt Petersen und grinst. „So können wir sehen, ob Haustechnik und Abläufe funktionieren, bevor es richtig losgeht“.

Jetzt stehen Petersens Mitarbeiter in den Startlöchern, können bald endlich loslegen. „Die Leute haben bezahltes Frei, wollen aber eigentlich lieber arbeiten“, hat der Chef beobachtet, dass die meisten Mitarbeiter alles andere als glücklich über den unverhofften Sommerurlaub waren, den die verspätete Eröffnung ihnen beschert hatte. Wie berichtet, hätte das Hotel bereits am 1. Juli seinen Betrieb aufnehmen sollen, doch wegen des langen Winters wurde der Bau nicht fertig, Gästen, die bereits reserviert hatten, musste wieder abgesagt werden. Die in der Hauptsaison anderweitig unterzubringen, war eine logistische Herausforderung. „Wir hatten Gäste, die vier Wochen Sommerurlaub bei uns gebucht hatten. Schließlich haben wir die in einer Ferienwohnung untergebracht“, erzählt Petersen. „Das war zunächst schon eine kleine Krise für uns, aber als Team sind wir in dieser Zeit zusammengewachsen“, sagt er und berichtet stolz, dass auch sämtliche bereits engagierten Mitarbeiter ihre Jobs behalten hätten.

120 Angestellte im Alter von 17 bis 62 Jahren hat Petersen, über 40 davon sind Insulaner, darunter auch etliche Quereinsteiger, die im neuen Hotel noch einmal neu durchstarten wollen. Und das Haus bietet 15 Ausbildungsplätze für angehende Hotel- und Restaurantfachleute und Köche an. „Wir wollen denen eine gute Ausbildung bieten“, verspricht Petersens Stellvertreter Christian Bärwinkel. „Für viele junge Föhrer heißt das, dass sie nun nach der Schulzeit nicht die Insel verlassen müssen“, freut sich Petersen.

Am 1. Oktober wird das „Wellness-Resort“ dann endlich seinen Betrieb aufnehmen, wird in der ruhigen Jahreszeit durchstarten. „Aber die Buchungslage ist sehr gut, die Anfragen sprechen jetzt schon für sich“, freut sich Hauke Petersen. „Das wird ein Renner hier.“

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