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Insel-Bote

15. Dezember 2017 | 00:02 Uhr

Auf Amrum : Endlich schneller surfen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Arbeiten zum Ausbau des Breitbandnetzes gehen voran. Der Probebetrieb ist für Oktober geplant.

Sehnsüchtig warten viele Wittdüner und Norddorfer darauf, dass sie endlich auch schneller im Internet surfen können. Jetzt sieht es so aus, als ob ihr Warten bald ein Ende hat. Der Ausbau der Breitbandversorgung gehört zu einem mit Landesmitteln geförderten Projekt der Ämter Föhr-Amrum und Pellworm, bei dem zehn Gemeinden auf den Inseln und Halligen, in denen die Breitbandversorgung unter dem heutigen Standard lag, durch das Unternehmen Lünecom mit neuen Glasfaserleitungen versorgt werden.

In Wittdün rückten die Tiefbauer mit großem Gerät an, um die bis dahin fehlende Leerrohrverbindung zum zukünftigen Antennenstandort zu verlegen. Per Horizontalbohrung arbeitetet sich die Kabelbaufirma in zwei Metern Tiefe durch den Boden. Aufgrund der technischen Gegebenheiten mussten die Erdbohrer nach maximal 150 Metern sogenannte Kopflöcher ausheben. „Wir könnten natürlich auch längere Strecken punktgenau mit der Maschine bohren, doch gäbe es dann bei der späteren Einbringung der Glasfaser Probleme“, erklärt der Maschinenführer auf der Horizontalbohrmaschine.

In der Gemeinde Norddorf konnte durch die Entscheidung, die Antennen für die Richtfunkstrecke auf dem Dach des „Hüttmann’s Eck“ zu montieren, auf weitere Erdarbeiten verzichtet werden. Ein Knotenpunkt des Glasfasernetzes liegt direkt vor diesem Gebäude.

„Ich kann vermelden, dass die Ampeln für einen Probebetrieb ab Ende Oktober immer noch auf Grün stehen“, vermittelt der Geschäftsführer der Lünecom, Norbert Hill, Zuversicht. Für das Fundament des Antennenmastes, dessen Standort vor Kurzem vom Gelände des Bauhofs der Amrum-Touristik Wittdün auf den Tonnenhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes verlegt wurde, fehle noch eine formale Unterschrift. Diese werde aber täglich erwartet. Bürokratische Mühlen mahlen speziell in der Urlaubszeit anscheinend deutlich langsamer. „Die bisher auf den Halligen und Amrum erfahrenen Unwägbarkeiten ziehen sich bis zum Schluss durch“, so Hill. Auf Pellworm und Föhr seien die Arbeiten dagegen deutlich reibungsloser gelaufen, so seine Bilanz.

„Wir werden aber definitiv erst in die erneute Kundenakquise starten, wenn der Probebetrieb steht und abzuschätzen ist, wann die Kunden konkret mit einer schnellen Breitbandverbindung versorgt werden können“, so der Lünecom Chef. Er könne gut verstehen, dass die Nutzer des Internets in Wittdün und Norddorf auf die Verbesserung des Standards ungeduldig warten. Allerdings wäre der Ärger programmiert, wenn Verträge mit den bisherigen Anbietern vorzeitig gekündigt würden und die Versorgung durch technische Widrigkeiten dann noch nicht störungsfrei oder gar überhaupt nicht möglich wäre. „In diesem Punkt setze ich lieber auf Verlässlichkeit und bitte um Geduld bei den zukünftigen Kunden“, so Norbert Hill.

Alle noch nötigen Arbeiten seien genau terminiert und den Gemeinden in einem Bauzeitenplan mitgeteilt worden. Unter anderem stehen laut Norbert Hill zum Beispiel noch die Fertigstellung der Einspeisepunkte, das Einblasen der Glasfaser in die Leerrohre und die Montage der Multifunktionsgehäuse, in denen die Übergabe zur Kupferleitung der Telekom stattfindet, auf der Liste.

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