zur Navigation springen

Vandalismus auf föhr : Elmeere-Flächen auf dem Trockenen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wasserabgrabungen sind Höhepunkt einer langen Reihe von Sachbeschädigungen. Betroffen sind zwei Flächen in Midlum

Immer wieder kommt es zu unliebsamen Zwischenfällen auf den Elmeere-Flächen. So wurde zuletzt, berichtet der Vorsitzende Dieter Risse, eine Informationstafel beschädigt. Wobei auch diese Vorfälle mittlerweile eine neue Dimension angenommen haben: Die Tafeln werden, so Risse, mitsamt der Fundamente aus dem Boden gerissen. Offensichtlich gut geplant, so der genervte Naturschützer, denn ein solches Fundament wiege rund 150 Kilogramm.

Auch wenn für die Vereinsmitglieder derartige Vorfälle mittlerweile zur Tagesordnung gehören, es gibt immer eine Steigerung. So wurde als vorläufiger Höhepunkt einer laufenden Serie von Sachbeschädigungen auf zwei Flächen das Wasser abgegraben. So geschehen am Andelhof in der Midlumer Marsch und auf einer Fläche am ebenfalls zu Midlum gehörenden Mittelfardingsweg.

Hier konstatiert Dieter Risse einen Wasserverlust von rund 30 Zentimetern, der im Sommer lange nachwirken könne. Zur jetzigen Jahreszeit seien die Flächen noch gut. Im Sommer aber, wenn viel Wasser verdunstet und durch die Pflanzen weggenommen werde, seien die Auswirkungen abzusehen. „Das Ziel von Elmeere ist ja, dass wir auch im Frühjahr und im Sommer stark vernässte Flächen haben“, so Risse, es müsse für jede Jahreszeit etwas übrigbleiben, weshalb es schwach, mittelstark oder sehr stark vernässte Flächen – wie die fünf Hektar große am Mittelfardingsweg – gebe.

Finanziell lässt sich der Schaden kaum beziffern, gutzumachen ist er in diesem Jahr nicht mehr. Zu teuer wäre das Auffüllen aus der Wasserleitung. Und auch die Auswirkungen auf die Natur lassen sich noch nicht abmessen, betont Risse. „Wenn wir einen trockenen Sommer kriegen, ist der Schaden relativ groß, ist der Sommer nass, ist es egal.“

Der Elmeere-Chef hat Anzeige erstattet und Polizei-Obermeister Adrian Willecke stellte, „eine sehr professionelle Vorgehensweise“ fest. Die Beamten fanden einen 40 Zentimeter breiten und zwei bis drei Meter langen Graben vor. Die Ränder wurden bis zur Wasserkante abgestochen, von wo das Wasser ablief. 50 bis 60 Zentimeter tief sei offensichtlich mit einem Spaten gearbeitet worden, denn Spuren von Arbeitsmaschinen gab es keine. „Ein Arbeitsaufwand von mehreren Stunden, wenn es eine Person allein war“, so Willecke. Auch sonst hat die Polizei keine Spuren gefunden und auch Augenzeugen gab es keine. Weshalb die Beamten auf Hinweise angewiesen sind. Wer damit dienen kann, sollte sich unter
✆ 04681/580470 an die Wyker Polizei wenden.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Mär.2015 | 12:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen