40 000 Euro gespendet : Elfter Muko-Lauf bricht alle Rekorde

Handballprofi Dominik Klein gibt das Startzeichen.
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Handballprofi Dominik Klein gibt das Startzeichen.

Fast 600 Teilnehmer quälten sich über die anspruchsvolle Strecke. Einige Läufer reisten sogar aus Taiwan an

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10. Juni 2014, 07:15 Uhr

Bereits im vergangenen Jahr, dem Jubiläumsjahr des Mukoviszidose-Laufs, hatte man mit 531 Läuferinnen und Läufern die magische 500-er Marke geknackt und einen Spendenerlös von 33 000 Euro verzeichnen können. Dass 2014 diese Messlatte noch einmal höher gehängt werden könnte, hatte keiner des Organisationsteams zu hoffen gewagt. „Wir haben natürlich das abermalige Überspringen der 500-er Marke als Wunschergebnis gesehen, aber dass wir nun mit 591 Teilnehmern und einer Spendensumme von 40 000 Euro nochmals so deutlich zulegen können, ist ein überwältigendes Ereignis“, war Organisationsleiter Uwe Köller von der Resonanz überwältigt. Für ihn, der nach dem letztjährigen Ausscheiden von Marcus Hausmann das Ruder übernommen hatte, bestand ein hoher Anspruch, den erlangten Erfolg und die Beliebtheit der Benefizveranstaltung zugunsten des Deutschen Mukoviszidose-Vereins fortzuführen.

Marcus Hausmann hatte es verstanden, um die Regionalgruppe Amrum des Mukoviszidose-Vereins eine große Schar an Helferinnen und Helfer zu binden, die mit ihrem unermüdlichen Engagement dazu beitrugen, die Veranstaltung zehn Jahre lang zu immer neuen Superlativen zu führen. Für diesen tollen Erfolg dankte der Bundesvorsitzende des Mukoviszidose-Vereins, Stephan Kruip, nach dem Lauf unter anderem Marcus Hausmann in seinen Grußworten herzlich. „Für mich war es in diesem Jahr der zweite Lauf über die 26,5 Kilometer lange Strecke um die Insel Amrum und es ist ein tolles Erlebnis durch die einmalige Natur zu laufen, in die ich mich schon vor über 20 Jahren verliebt habe“, schwärmte der Vorsitzende. Den Verantwortlichen der Fachklinik Satteldüne dankte Kruip für ihr Engagement zur Rehabilitation von an der immer noch als unheilbar geltenden Mukoviszidose erkrankten. Das Konzept des Mukoviszidose-Vereins, helfen, forschen und heilen, werde auch durch die Spende aus dem Pfingstlauf unterstützt und trage somit dazu bei, dass viele Patienten überhaupt das Erwachsenenalter erreichen können.

Saskia Louwers, kaufmännische Direktorin der Klinik Satteldüne, zeigte sich über die bewährte Zusammenarbeit während des Pfingstevents und des Muko-Laufs sehr zufrieden und freute sich über das tolle Wetter, wenn sich auch einige Besucher zwischen der Veranstaltung und einem Strandbesuch entscheiden mussten. Chefarzt Dr. Christian Falkenberg hatte vor dem Lauf die Teilnehmer gefragt, wer wohl die weiteste Anreise hatte. Meldungen aus Dänemark und ganz Deutschland hatten nicht annähernd gereicht. Boston war mit 5680 Kilometern Luftlinie kurze Zeit Favorit, bevor eine Gruppe der Rotarier aus Taiwan mit 9200 Kilometern das Rennen machte.

Falkenberg bekannte sich als Fan des THW Kiel und freute sich, dass Handballprofi Dominik Klein die Schirmherrschaft über den Lauf übernommen hatte. Dieser war mit seiner Familie nach Amrum gekommen und hatte seine Frau Isabell, die zwei Runden des 4,5-Kilometer-Kurses gelaufen war, gesponsert. Angetan von der verkündeten Spendensumme von 39 000 Euro entschloss sich der Handball-Profi spontan, diesen Betrag auf 40 000 Euro aufzustocken. Seit 2007 engagiert sich Klein bereits für den Mukoviszidose-Verein. Von dem Benefizlauf auf Amrum und der herrlichen Natur auf der Insel war er sehr beeindruckt. Mit dem drei Monate alten Sohn Colin nutzte die junge Familie den Aufenthalt für ein verlängertes Wochenende auf Amrum.

Viele Teilnehmer lobten die hervorragende Betreuung während des Laufs, waren allerdings froh, dass es nicht noch wärmer war. Als schnellster von ihnen ging ein Lokalmatador ins Ziel. Matthias Dombrowski aus Wittdün konnte sich auf dem 26,5 Kilometer langen Rundkurs am Norddorfer Strand von der Dreierspitze zu der auch Albrecht Nehls und Malte Harjes gehörten, absetzen und nach 1:49:46 Stunden das Ziel durchlaufen. „Ob ich beim Amrum-Lauf auch mitmachen werde, sollte man mich nicht nach so einer Anstrengung fragen“, meinte Harjes, der als Kinderfacharzt in der Klinik Satteldüne arbeitet, nach dem Lauf erschöpft, aber gut gelaunt. Jonas Menke aus Lübeck war Schnelsster auf der 4,5-Kilometer-Strecke (0:16:54). Walker Klaus Damian aus Rosengarten absolvierte in der besten Zeit die 21-Kilometer-Halbmarathonstrecke (3:17:25).

Das Programm für Kinder und Erwachsenen hielt auf der Festwiese für jeden Geschmack etwas bereit. Viel Applaus ernteten zudem die Mädchen der Amrumer Jazzdancegruppe mit ihrer Trainerin Agnes Schneeweiß für ihre Darbietung. Bei einem abwechslungsreichen Angebot an Speisen und Getränken sowie Livemusik feierten die Besucher bis in den späten Abend.

Die genauen Ergebnisse des Mukolaufs sind

auf der Internetseite http://amrumer-mukolauf.de/

Report.pdf einzusehen.

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