auftakt : Einstimmung auf Mittsommer

Zu Besuch auf Föhr: Angelika Zastrow-Kelm und Dirk Kelm.
Zu Besuch auf Föhr: Angelika Zastrow-Kelm und Dirk Kelm.

Begleitet von Solisten bildet der Singkreis St. Johannis traditionell den Auftakt zur jährlichen Konzertreihe im Friesendom. Am Vorabend des Mittsommers erklingt ein Chorkonzert unter der Leitung von Birgit Wildeman.

shz.de von
19. Juni 2014, 18:00 Uhr

Am Vorabend des Mittsommer lädt die Nieblumer St.-Johannis-Kirche als Auftakt zur Reihe der Sommerkonzerte am morgigen Freitag, 20. Juni, um 20 Uhr zu einem Chorkonzert in den Nieblumer Friesendom ein.

Den Auftakt macht der Singkreis St. Johannis, der den musikalischen Abend unter der Leitung von Birgit Wildeman mit einem Werk aus dem 16. Jahrhundert von Giovanni Pierluigi da Palestrina („Sicut cervus desiderat“, „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“), einläuten wird; eine vierstimmige Vertonung des 42. Psalms, voll abgeklärter Schönheit.

Die doppelchörige Motette Johann Sebastian Bachs „Komm, Jesu, komm“ (BWV 229) ist ein Gesang der Todessehnsucht und eines der ergreifendsten Werke des deutschen Komponisten sowie Orgel- und Klaviervirtuosen des Barock. Lebensmüdigkeit und Christusglaube werden dabei einander gegenübergestellt.

Das Klaviertrio C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart spiegelt klare, heitere Empfindungen wider. Hier sind Angelika Zastrow-Kelm (Violine), Tobias Mattheus (Violoncello) und Dirk Kelm (Klavier) zu hören. Die abschließende Missa brevis in D-Dur (KV 194), ebenfalls von Mozart, vereint Chor und Instrumentalisten, ergänzt durch Marianne Kelm (Violine).

Ein besonderes Anliegen des Chores ist die Aufführung dreier Werke von Renate Maria Tholund. Sie hatte diese Stücke zwischen 2007 und 2009 für den Singkreis, dem sie viele Jahre angehörte, komponiert. In der Auseinandersetzung mit eigenem Erleben, tiefem musikalischen Verständnis und dem Entdecken von Worten, die ihr aus der Seele sprachen, entstanden eindrucksvolle Zeugnisse einer intensiven Wort-Ton-Verbindung.

In jedem dieser kurzen Chorstücke mit Gedichten von Rabindranath Tagore, Mascha Kaleko und Benedict von Nursia ist eine Entwicklung zu spüren, die von der Suche und dem Vertrauen an das Licht in der Dunkelheit spricht. So auch in ihrem Stück Glaubensvogel: „Glaube ist der Vogel, welcher singt, wenn die Nacht noch dunkel ist.“

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