St. NIcolai-Kirche : Einstimmung auf die Festtage

Zum Schluss forderte Martin Bruchwitz das Publikum zum Mitsingen auf.
Zum Schluss forderte Martin Bruchwitz das Publikum zum Mitsingen auf.

Die Musikgruppen der Gemeinde präsentierten bei ihrem gemeinsamen Konzert Weihnachtliches. Dabei gab es auch schon Kostproben aus dem „Messias“, der am 29. Dezember aufgeführt wird.

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17. Dezember 2014, 15:30 Uhr

Der Siegesmarsch aus Georg Friedrich Händels Oratorium „Judas Makkabäus“ bildete den Auftakt des diesjährigen Weihnachtskonzertes in der St.-Nicolai-Kirche, bei dem traditionell die Musik- und Gesangsgruppen der Gemeinde auf die festliche Zeit einstimmen. Dargeboten vom Inselposaunenchor aus Nieblum, dessen Mitglieder regelmäßige und gern gehörte Gäste der jährlichen Veranstaltung sind. Die Musiker spielten von der Orgelempore aus, wo sie die Choräle im Wechsel mit den Organisten Martin Bruchwitz und Andreas Reincke begleiteten.

Die rund 80 Akteure, zu denen auch der Kinderchor unter der Leitung von Pastorin Hanna Wichmann und Edwin Becker-Wichmann zählte, bescherten einen unterhaltsamen Nachmittag. Die Jüngsten waren mit Feuereifer bei der Sache und erfreuten unter anderem mit „Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht“ von Rolf Krenzer. Natürlich durfte das stimmungsvolle spanische „Gatatumba“ nicht fehlen: Dem Lied mit hohem Spaßfaktor, das zum Standardrepertoire der Nachwuchs-Sänger zählt, konnten sich die zahlreichen Besucher der Boldixumer Kirche auch diesmal nicht entziehen, die den Auftritt mit viel Beifall belohnten.

Altersmäßig gemischt präsentierte sich das Blockflötenensemble von Angela Bruchwitz. Mit Sopran, Alt, Tenor, Bass und Sopranino kam die ganze Bandbreite dieses Holzblasinstrumentes zum Einsatz. Nach drei Weihnachtsliedern, dargeboten von den jüngeren Mitgliedern, folgten größere Stücke, bei denen einige Akteure als Solisten hervortraten. Darunter ein Auszug aus der Weihnachtsmusik von Siegfried Rath und drei Sätze aus dem „Pastorily“ des Tschechen Jirí Laburda.

Die Kantorei, deren Leiter Martin Bruchwitz nach wie vor einen Mangel an Männerstimmen beklagt, schöpft derzeit aus dem Vollen. „Es sind viele dazugekommen, die auch den Messias singen wollen“, berichtete der Kantor. Der Chor ist derzeit in der finalen Vorbereitungsphase für das große Weihnachtskonzert am 29. Dezember, in dessen Mittelpunkt das Werk von Georg Friedrich Händel stehen wird. Bis dahin mussten sich die Freunde des deutsch-britischen Komponisten des Barock allerdings nicht gedulden, denn der Kirchenchor präsentierte „Tochter Zion, freue dich“. Anspruchsvoll ging es weiter mit „Machet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt oder „Tollite hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns.

Verbunden wurden die musikalischen Abschnitte von der Orgel und den Bläsern. Etwa mit einem Orgelchoral von Johann Sebastian Bach sowie dem Präludium und Fuge d-Moll des deutschen Komponisten, gespielt von Martin Bruchwitz, sowie der „Pifa“ aus Händels Messias, ein einst von Hirten gesungenes italienisches Weihnachtslied, das Andreas Reincke interpretierte. Ausgesuchte Stücke präsentierten auch die Musiker aus Nieblum. So brachten sie ein modernes Vorspiel zum Adventschoral „Die Nacht ist vorgedrungen“ von Jochen Klepper zu Gehör und das Gotteshaus schließlich zum Swingen. Mit „Jingle Bells“ in einer jazzigen Interpretation des Posaunisten und Musikprofessors Richard Roblee sorgten sie für einen gelungenen Übergang zum Gospelchor „Unföhrgettable“, den Andrea Arfsten leitet und der eine gelungene Mischung aus Weihnachtlichem und Traditionellem präsentierte. Am Klavier begleitete Pastor Jörg Weißbach den Chor.

Das Finale leitete Martin Bruchwitz ein. Des Kantors Vorliebe für den Kanon ist bekannt, und so wurde vierstimmig „Ehre sei Gott in der Höhe“ angestimmt, bevor das Weihnachtslied „O du fröhliche“, gemeinsam gesungen von 80 Mitwirkenden und gut 100 Besuchern, für einen fulminanten Schluss sorgte. „Bewegend“, befand Martin Bruchwitz, der sich insgesamt von dem Konzert begeistert zeigte: „Toll, dass es unserer Gemeinde möglich ist, die verschiedenen Gruppen musikalisch zusammenzubringen.“

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