Amrum: Schreck in den abendstunden : Einsatz bis in die späte Nacht

Die Wärmebildkamera lieferte wichtige Informationen und half, neue Brandherde rechtzeitig zu entdecken.
Die Wärmebildkamera lieferte wichtige Informationen und half, neue Brandherde rechtzeitig zu entdecken.

Der Aufmerksamkeit eines jugendlichen Amrumers war es zu verdanken, dass bereits die erste Rauchentwicklung am Stall des landwirtschaftlichen Lohnunternehmers Irk Martinen in Süddorf am Sonntagabend telefonisch gemeldet wurde.

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08. Juli 2014, 08:00 Uhr

Der Aufmerksamkeit eines jugendlichen Amrumers war es zu verdanken, dass bereits die erste Rauchentwicklung am Stall des landwirtschaftlichen Lohnunternehmers Irk Martinen in Süddorf am Sonntagabend telefonisch gemeldet wurde. So konnte sich Oke Martinen, Sohn des Unternehmers, umgehend zum Ort des Geschehens begeben und kurz darauf die Ortsfeuerwehren Süddorf-Steenodde und Nebel per Meldeempfänger sowie Sirene alarmiert werden. Die Lage vor Ort machte die Nachalarmierung der Wittdüner Wehr erforderlich, da wegen der starken Rauchentwicklung weitere Atemschutzgeräteträger benötigt wurden.

Durch eine Selbstentzündung waren die auf dem Außengelände des Hofes gelagerten Heuballen in Brand geraten. Unterschiedliche Brandherde waren entstanden. Die Einsatzkräfte waren schnell zur Stelle und die Wasserwege konnten direkt aufgebaut werden. Irk und Oke Martinen fuhren die Heuballen der Ersternte mit Treckern auseinander und die in Brand geratenen Heuballen wurden mit Wasser und Schaumzusatz gelöscht.

Immer wieder entstanden neue Schwelbrände, deren Temperaturen mit Hilfe der Wärmebildkamera beobachtet und die so vorzeitig unter Kontrolle gebracht werden konnten. „Aus Sicherheitsgründen stellten wir eine Brandwache, die bis zum frühen Morgen tätig war und noch mehrfach Wärmeentwicklung feststellte und eingreifen musste“, erklärte Claudia Motzke, Einsatzleiterin und Ortswehrführerin Süddorf-Steenodde.

Rund 40 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren waren bis in die Nacht im Einsatz. Zirca 30 Heuballen fielen dem Feuer zum Opfer, doch Dank der schnellen Rauchmeldung konnte Schlimmeres verhindert werden, da die Kühe des Hofes zwar in unmittelbarer Nähe standen, jedoch nicht ihren Stall verlassen mussten. Claudia Motzke bedankte sich bei allen Kameraden für den gemeinsamen Einsatz und lobte die vorbildliche Zusammenarbeit.

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