Notarzt und Rettungsassistent : Einsatz auf hoher See

Im Seezeichenhafen wurde der Patient dem Hubschrauber übergeben.
Im Seezeichenhafen wurde der Patient dem Hubschrauber übergeben.

Ein kranker Passagier wurde von der „Großherzogin Elisabeth“ geborgen. Der Dreimaster war zehn Seemeilen westlich von Amrum unterwegs.

shz.de von
09. Juni 2014, 16:23 Uhr

Bei der Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) lief ein Notruf des Kapitäns des dreimastigen Gaffelschoners „Großherzogin Elisabeth“ ein. Ein Passagier des Seglers hatte starke Krampfanfälle bekommen und benötigte umgehend ärztliche Hilfe.

Das 64 Meter lange, aus Elsfleth stammende Segelschiff befand sich auf einem Törn von Bremerhafen nach Hörnum rund zehn Seemeilen (18,5 Kilometer) westlich von Amrum. Der Wachleiter alarmierte deshalb den auf Amrum stationierten Seenotkreuzer „Vormann Leiss“.

Dessen Besatzung nahm mit Notarzt Dr. Peter Totzauer und Rettungsassistent Andreas Zawieja zusätzliches medizinisches Fachpersonal von der Insel an Bord, und lief den Großsegler unter Höchstgeschwindigkeit an. In Höhe des sogenannten „Pallaslochs“ erreichte die Rettungsmannschaft die 1908 gebaute „Großherzogin Elisabeth“ und konnte bei ruhiger See längsseits gehen. Notarzt und Rettungsassistent gingen an Bord des Seglers. Der Patient war so stabil, dass er an Bord des Seenotrettungskreuzers gebracht werden konnte, wo er während der Rückfahrt nach Amrum notfallmedizinisch versorgt wurde. „Das Übernehmen des Patienten hat aufgrund der optimalen Wetterbedingungen völlig reibungslos und sehr schnell geklappt“, berichtet Vormann Sven Witzke.

Im Seezeichenhafen Wittdün übergaben die Seenotretter den 64-jährigen Patienten an den Landrettungsdienst. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in die Niebüller Klinik.

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