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Insel-Bote

22. Oktober 2017 | 12:46 Uhr

Boxen : Einmal richtig auspowern

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Boxsparte ist noch eine junge Abteilung im WTB und begeistert Sportler fast aller Altersklassen. Auch junge Frauen trainieren regelmäßig in der Rüm-Hart-Schule.

Rechter Haken, Aufwärtshaken oder Gerade – das ist WTB Boxtrainer Krysztof Korries gerade ganz egal. Während des Trainings gilt Disziplin. „Hey, nicht einfach so auf Pratze haun“. Der ehemalige regionale Box- Schwergewichtler rollt sein polnisches „R“ und hat seine WTB-Spartenkids mit viel Spaß auch disziplinarisch ganz gut im Griff. Rund 20 Boxfans nahezu aller Altersklassen nutzen seit zirka vier Jahren an zwei Abenden der Woche die Sporthalle an der Rüm-Hart-Schule für ein boxadäquates Work-Out.

„Wir wollen mit dem Training der Jugend auf Föhr mehr Möglichkeiten für Sportaktivitäten bieten“, hatten seinerzeit Firat Tekin, Devrim Kurt und Holger Eberlein ihren Antrag an den Vorstand des WTB begründet, eine Box-Sparte ins Leben zu rufen. Mit Krysztof Korries gewannen die Initiatoren dann einen kampferprobten Boxer als Trainer.

Jugendliche und Erwachsene führt Korries in den Boxsport ein. Lucia Sonnenberg zum Beispiel. Sie schuftet als eine von drei Mädels im Club mit den diversen Kilos eines elend schweren Medizinballes herum, während sie ihrer Freundin das braune Ungetüm zuwuchtet, rinnen Schweißtropfen übers Gesicht. „Ich bin jetzt ungefähr ein halbes Jahr dabei, das ist echt ein hartes Training, aber man powert sich beim Aufwärmen schon so richtig aus.“ Die 16-Jährige hat scheinbar ihren Sport gefunden.

Jannick ist erst elf und gehört so zum jüngeren Nachwuchs der Box-Truppe. Man könne sich richtig austoben. Und dann kommt eben jene Pratze ins Spiel, eine dick gepolsterte Handverstärkung des Gegners, die auch die Jüngeren durchaus mal mit viel Energie als Schlagpuffer nutzen dürfen. „ Hey, nicht so doll auf Pratze“, da hat Cheftrainer und Spartenleiter Korries ein unbestechliches Auge drauf.

Neben „Pratze“ stehen zwei massive Boxsäcke Aggressionen und Power der Boxeleven entgegen. Da hat der Boxsack wahrlich nichts mehr zu lachen, denn bei bei manchem Nachwuchs-Boxer steckt schon eine Menge „Wumms“ dahinter.

Wer ist denn nun eigentlich absoluter prominenter Lieblingsfighter des jungen Nachwuchses? Cassius Clay, der Jahrhundertboxer, der im Ring wie ein Schmetterling tanzte und wie die Biene stach, ist bei jungen Leuten kaum noch präsent. Umhauen statt technischer Finessen lautet heute die Devise. Aber auch die Gebrüder Klitschko sind zumindest beim Cheftrainer nicht gerade wohlgelitten. „Das hat alles viel zu sehr mit Geld zu tun, mir gefallen beide nicht besonders“, meint er.

Das Training der WTB-Boxsparte hingegen erfreut sich bei allen Altersgruppen zunehmender Beliebtheit. Jeweils mittwochs zwischen 20 und 22 Uhr und für die jüngeren Boxfans donnerstags zwischen 18 und 20 Uhr heißt es „Ring frei“ in der Turnhalle der Wyker Rüm-Hart- Schule.

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