Viel Betrieb in Witsum : Einmal im Jahr Nabel der Pferdewelt

Siegte bei den Hengstfohlen: Ein Dinken-Nekton-Cassini-II.
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Siegte bei den Hengstfohlen: Ein Dinken-Nekton-Cassini-II.

Das Fohlenbrennen des Holsteiner Verbandes zählt für das kleine Dorf zu den Höhepunkten.

shz.de von
24. Juli 2018, 16:30 Uhr

Einmal im Jahr wird Witsum zum Nabel der Insel für die Pferdewelt: Das Fohlenbrennen des Holsteiner Verbandes war wieder ein Höhepunkt für das kleine Dorf. Schon morgens um 10 Uhr fuhren die ersten Pferdeanhänger zum Hof Sylvert der Familie Rörden, auf dem sich seit Kurzem auch die Hengststation befindet. Olaf und Kirsten Rörden – die Zuchtgemeinschaft Rörden – stellten der Körkommission dann auch die größte Anzahl an Pferdenachwuchs vor, denn allein 15 Fohlen stammen vom Hof Sylvert.

Mitglied der Kommission war in diesem Jahr unter anderem Dieter Feddersen, Vorsitzender des Körbezirks Nordfriesland. Dr. Thomas Nissen, Zuchtleiter des Holsteiner Verbandes, war in diesem Jahr verhindert, doch auch der Geschäftsführer des Verbandes, Norbert Boley, war auf die Insel gekommen.

Nicht nur Pferdeverstand der Herren war gefragt, auch musste einem starken Wind getrotzt werden. Der hielt viele Zuschauer davon ab, das Pferdespektakel bis zum Schluss zu verfolgen. Den Anfang machten die Hengstfohlen, die sich in Bewegung und Typ der Jury präsentierten. In den Endring schafften es hier zwei Fohlen, am Ende siegte ein Dinken-Nekton-Cassini-II-Fohlen, Züchter und Besitzer ist Ocke Früchtnicht aus Midlum. „Ein Fohlen, das man sich gerne ansieht“, so die Kommission. Ocke Früchtnicht und Ehefrau Kerrin züchten schon seit vielen Jahren ganz erfolgreich und so manche Plakette ziert ihren Hof in der Marsch.

Platz zwei ging an ein Fohlen von Zack aus einer Aljano-Landos-Mutter. Züchter und Besitzer ist die Zuchtgemeinschaft Rörden in Witsum. Bei dem schönen Hengstfohlen handelt es sich um ein dressurmäßig gezogenes Fohlen und nicht, wie sonst üblich bei den Holsteinern, ein springmäßig gezogenes. Beide Fohlen können sich in Behrendorf zum Fohlenchampionat einfinden.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann wieder hinaus und die Stutfohlen hatten ihren „Catwalk“. Für den Endring qualifizierten sich insgesamt sechs Fohlen, doch so manche Entscheidung quittierte das fachkundige Publikum mit einem Stirnrunzeln, war doch nicht jede Entscheidung der Kommission nachzuvollziehen.

Das beste Stutfohlen, ein Del Arko-Uriko-Corrado-I-Fohlen, kommt von Amrum und ist in Besitz der Familie Andresen. Die Familie Andresen betreibt in Norddorf einen Reitbetrieb und züchtet schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Platz zwei ging an ein Unlimited-Limbus-Corleone-Fohlen, Züchter und Besitzer ist Harald Hansen aus Oevenum. Platz drei belegte ein Casall-Corrado-I-Carry-Fohlen, Züchter und Besitzer ist Gerd Ohlsen aus Oevenum.

Am Abend wurde dann gemeinsam gefeiert und so manches Fohlen soll per Handschlag den Besitzer gewechselt haben.

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