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Insel-Bote

22. August 2017 | 02:23 Uhr

Auf Föhr : Einladung zum Sonnenbad

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Am Wyker Strand hat die Saison begonnen. Noch können die bunten Körbe kostenlos genutzt werden.

Sie tragen die Nummern eins bis 1700. Ihr Gewand ist gelb, blau, grün oder weiß. Passend zum Frühlingsanfang stehen nun wieder Strandkörbe am Wyker Strand. Und mit Ostern rückt der erste saisonale Höhepunkt näher. Die Vorbereitungen laufen. „Zurzeit stehen etwa 150 offene Körbe draußen. Step by step fahren wir mehr raus“, sagt Ulrich Koch, Leiter des Wyker Hafenbetriebs. „Die Leute freuen sich, ein paar Stunden die Sonne zu genießen.“ Bis zu den Feiertagen werden zudem im Stadtgebiet weitere Ruhebänke und die Fahnenmasten aufgestellt.

Über Ostern startet dann zusätzlich zu den offenen Strandkörben auch die Vermietung. Dann werden auch die Jahreskörbe vermietet. „Im Durchschnitt haben wir etwa hundert Jahresmieter. Einige Körbe werden von Insulanern gemietet. Aber auch Beherbergungsbetriebe mieten diese für ihre Gäste“, erklärt Koch. Kurzfristige Vermietungen gehen hingegen in der Regel an die Touristen.

Je nach Witterung gibt es ab Ende April, manchmal auch erst Anfang Mai, nur noch geschlossene Strandkörbe in Wyk. Die Strandwärter vermieten die Körbe dann direkt vor Ort.

„In der Hochsaison stehen in Wyk je nach Bedarf 1680 bis 1700 Strandkörbe – von der Mittelbrücke bis hoch zu den Helu-Häusern am Flugplatz“, so Koch. Anfang der Saison sind die Körbe nur geballt an einzelnen Stellen zu finden, bis der Strand flächendeckend gefüllt ist.

Manche Mieter bevorzugen einen Platz abseits des Trubels wie beispielsweise im Bereich des Wyker Leuchtturms. Andere wollen ihren Korb zentral mitten im Geschehen.

Natürlich gibt es auch Verschleiß. In den Wintermonaten werden durchschnittlich 300 bis 400 der Strandmöbel repariert. „Sitzpolster, das Geflecht oder auch die Sonnenschirme gehen kaputt. Wir nähen hier selbst und fertigen Holzteile“, erklärt Koch. Etwa hundert Körbe jährlich können nicht mehr repariert werden und müssen neu angeschafft werden. Die produzierenden Firmen bräuchten ein paar Monate Vorlaufzeit. Daher müssten Neuanschaffungen früh bestellt werden. Zum Frühjahr werden sie dann geliefert.

Gerade in den Sommermonaten werden manche Körbe durch vandalisierende Jugendliche beschädigt. Aber ganz abhanden gekommen sei noch keiner. Wenn ein Korb während der Saison kaputt geht, wird er wenn möglich vor Ort repariert oder durch einen anderen ausgetauscht und im Bauhof wieder auf Vordermann gebracht.

In Wyk gibt es sechs Strandwärter: vier an den Stationen plus zwei Springer. Jeder Strandwärter hat seine Zone mit hunderten Körben. „Er kann den Mietern die Zone, Reihe, Farbe und Nummer des Korbes sagen. Sonst würde der Gast ja ewig suchen“, erklärt Koch.

Im Juli und August kann es je nach Wetterlage sogar soweit kommen, dass alle Körbe ausgebucht sind. Mit der Anzahl der Körbe stößt das Hafenamt bereits an seine Grenzen. „Wenn der Hotelbau abgeschlossen ist, könnte man vielleicht um weitere 150 aufstocken“, sagt Koch. Aber zurzeit sei weder der Platz da, noch der Bedarf vorhanden.

Auch die Betriebe am Strand kommen langsam in Fahrt. „An der Surfschule stehen schon die Container“, hat der Hafenbetriebs-Leiter beobachtet. Der Frühling ist da und die Saison nicht mehr weit entfernt.

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erstellt am 02.Apr.2017 | 17:35 Uhr

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