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In Wyk : Einkaufsmeile soll schöner werden

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Alle Jahre wieder: Die Stadtpolitiker schmieden Pläne für die Umgestaltung der Fußgängerzone.

von
erstellt am 07.Apr.2017 | 12:15 Uhr

Vor sieben Jahren hat der Kieler Landschaftsarchitekt Dr. Jörn Wagner mit seinen Vorschlägen zur Umgestaltung der Wyker Fußgängerzone den von der Stadt ausgeschriebenen Ideenwettbewerb „Grenzenloses Stadterleben“ gewonnen. Doch Wyker Mühlen mahlen bekanntlich langsam. Im Schnitt einmal im Jahr haben sich die Politiker seither mit dem Thema befasst, zuletzt hat die Stadtvertretung im Mai 2016 darüber diskutiert, ob die teuren Vorschläge des Kielers umgesetzt werden sollen, oder eine günstigere Lösung gesucht wird, und beschlossen, im Rahmen einer Einwohnerversammlung die Anwohner mit ins Boot zu holen.

Jetzt stand die Fußgängerzone mal wieder auf der Tagesordnung des Bauausschusses, und dort durfte als Vertreter der Anlieger der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins, Bernd Wigger, am Ratstisch mit Platz nehmen. „Wir haben uns inzwischen damit angefreundet, das Projekt mit Dr. Wagner umzusetzen“, gab die Ausschuss-Vorsitzende Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG) eingangs bekannt. Dies sei günstiger, als noch mal einen Planer zu beauftragen.

Und dann durfte Bernd Wigger die Wunschliste der Geschäftsleute vortragen, die bei zwei Treffen zusammengetragen wurde, aber gar nicht so groß ist. Denn die Anlieger in der Mittelstraße, so berichtete Wigger, seien mit dem Erscheinungsbild ihrer Einkaufsmeile weitgehend zufrieden und wollten – bis auf die Pflasterung – gar nicht viel daran ändern.

Anders sieht es in der Großen Straße aus, die seit der letzten Sanierung in den 1980-ern doch ziemlich in die Jahre gekommen ist. Die Wegeführung in diesem Teil der „Fußgänger“-Zone verleite Autos zum schnellen Durchfahren. „Die Große Straße bedarf deshalb einer Möblierung“, befand Wigger, der dort selbst ein Geschäft betreibt. Außerdem müssten dort attraktive Bereiche geschaffen werden, die zum Bummeln und Verweilen einladen. „Wenn die Leute bei uns angekommen sind, gucken die nochmal die Straße hoch, sagen ‚da kommt nichts mehr‘ und drehen um“, hat der Geschäftsmann beobachtet, der es außerdem für den gesamten Bereich der Fußgängerzone für notwendig erachtet, dass die Gäste vom Sandwall aus optisch in diese Straßen hineingezogen werden.

Dass in der Großen Straße der größte Handlungsbedarf bestehe, sahen auch Till Müller (Grüne) und Holger Frädrich (SPD) so. „In der Großen Straße ist das größte Potenzial, gestalterisch etwas zu ändern“, meinte Müller. „Wir werden die Verweildauer dort aber nie erhöhen, wenn wir den Verkehr nicht in den Griff bekommen“, wollte Lars Schmidt (CDU) die Diskussion um die Fußgängerzone auf jeden Fall mit der um eine Befahrensregelung für die Innenstadt verknüpfen.

Nun soll sich zunächst eine kleine Arbeitsgruppe aus Politikern aller Fraktionen mit dem Thema befassen, bevor es in die Detailplanung und weitere Abstimmung mit den Geschäftsleuten gehen soll.

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