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125 jahre wyker turnerbund : Eine Verbeugung vor dem Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ein Empfang läutete den großen Tag des WTB ein, in dessen Verlauf die Übungsleiter in den Mittelpunkt gestellt wurden. Abgerundet wurde der Feier-Tag mit einem großen Ball in der Wyker Nationalparkhalle.

Ein Empfang, musikalisch untermalt von der Youngster-Big-Band der Kreismusikschule Föhr, läutete den großen Tag des Wyker Turnerbundes (WTB) ein, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert. Neben zahlreichen Ehrengästen konnte der WTB-Vorsitzende Volker Stoffel mit dem Alt-Bürgermeister Hans Neuner und dem stellvertretenden Bürgermeister Georg Gschwendter auch eine Abordnung aus Wyks Partnerstadt Mittenwald begrüßen. Abgerundet wurde der Feier-Tag mit einem großen Ball in der Wyker Nationalparkhalle, den die zahlreichen Besucher nutzten, um bis in die Morgenstunden das Tanzbein zu schwingen.

Althergebrachtes bewahren und Neuem gegenüber aufgeschlossen sein. Ein Spagat, den es zu bewältigen gelte, betonte Stoffel in seiner Begrüßungsrede, und der das Erfolgsrezept für kontinuierliche Vereinsarbeit sei. Der permanente Wandel in der Gesellschaft sei der Gradmesser. Trendsportarten mit kurzer Halbwertzeit, Veränderungen im Bildungssystem und der demographische Wandel seien die Herausforderungen. Denen sich der WTB erfolgreich gestellt habe, wie die steigende Mitgliederzahl auf derzeit rund 1300 und die knapp 30 Sparten belegten.

Tradition und Gegenwart waren es auch, die sich als roter Faden durch die Veranstaltung am Vormittag zogen. So tauchte Heinz Lorenzen mit einem Bildervortrag tief in die WTB-Historie ein und ließ manches Vergessene noch einmal lebendig werden. Und die Wyker Trachtengruppe als Volkstanz-Sparte des Jubilars lieferte den Beweis dafür, wie dicht Tradition und Moderne beieinander liegen können. Auch im WTB, dem Günter Fleskes, Vorsitzender des rund 55 000 Mitglieder starken Kreissportverbandes Nordfriesland, eine große Geschichte und gleichzeitig ein breites, modernes Angebot bescheinigte. Sportvereine seien in den Städten und Gemeinden tragende die Eckpfeiler des generationsübergreifenden Miteinanders.

Eine Einschätzung, die zuvor auch Sylvia Nowack, Vorstandsmitglied des Landessportbundes Schleswig-Holstein, geäußert hatte. Im Wesentlichen sei der gemeinwohl-orientierte Sport der soziale Kitt unserer Gesellschaft, hatte Nowack den Vizepräsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, Walter Schneeloch, zitiert. Der Verein biete wie keine andere Gesellschaftsform Raum für menschliche Nähe. Keine Werbung werde für den Sport benötigt, so Nowack, um dem Nachwuchsmangel entgegen zu wirken. Gebraucht würden mehr Trainer und Betreuer, die sich ehrenamtlich engagieren und dazu beitragen, dass die große Nachfrage befriedigt werden kann. Sorgen, die der WTB mit seinen vielen Übungsleiter nicht habe, weshalb an diesem Tage auch 125 Jahre soziales und gesellschaftliches Engagement zu feiern seien.

Eine Aussage, über die es keine zwei Meinungen gab, und die Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen, die Amtsvorsteherin Heidi Braun und Halvor Halvorsen, der den Verein von 1979 bis 1993 geführt hatte, in ihren Grußworten unterstrichen. Die große Anzahl der ehrenamtlichen Sparten- und Übungsleiter mit ihrem Engagement und ihrer Bereitschaft seien das Herz des Vereins, betonte auch Volker Stoffel. Deren Leistung könne nicht hoch genug bewertet werden und ohne sie hätte der Verein nicht 125 Jahre bestehen können.

Sechs der Angesprochenen konnten sich über eine besondere Anerkennung freuen, denn Günter Fleskes hatte fünf silberne und eine goldene Ehrennadel des Kreissportverbandes im Gepäck. Ausgezeichnet für ihr jahrzehntelanges Engagement im Verein wurden Marianne Clausen (Lauftreff), Thea Völcker (Walking), Siegfried Dutschke (Badminton), Detlef Rohwer (Volleyball) und Gerhard Kröger, der seit 15 Jahren dem WTB-Vorstand angehört und seit 1997 die Tennis-Sparte leitet. Die goldene Ehrennadel konnte Jens-Uwe Barnert entgegennehmen, der 19 Jahre lang von 1993 bis 2012 als Vorsitzender des Vereins, die Verantwortung übernommen habe, so Fleskes Begründung.

Hohe Ehrungen, auf die am Abend noch einmal angestoßen werden konnte. Denn der Verein lud zur rauschenden Ballnacht, bei der „De Aflegers“ für ausgelassene Stimmung sorgten. Und eine beachtliche Ausdauer an den Tag legten, denn ihre Instrumente packten sie erst um zwei Uhr morgens ein.

 

 

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erstellt am 28.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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