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Insel-Bote

17. August 2017 | 15:56 Uhr

Green Screen : Eine schwere Entscheidung

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bei der Matinee im Wyker Kino hatten die Zuschauer die Qual der Wahl: Welcher Film bekommt den sh:z-Publikumspreis?

„Seit ich diesen Film gesehen habe, will ich auch ins Baltikum fahren“. Tief beeindruckt äußerte sich so gestern Sigrid von der Lancken, eine Besucherin der Matinee des Eckernförder Filmfestivals Green Screen im Wyker Kino. „Wildes Baltikum - die Küste“, „Planet der Spatzen“, sowie „Kleiner Langschläfer hellwach - die Haselmaus“ lauteten die Titel der drei Filme, die um den mit 1000 Euro dotierten Preis wetteifern, der vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) verliehen wird. Dabei liegt nicht beim Verlag die Entscheidung über den Sieger, sondern beim Publikum, das in diesem Jahr bei insgesamt 15 Veranstaltungen in ganz Schleswig-Holstein über den Film abstimmen kann, der den Siegerlorbeer erhalten soll.

Green Screen, das internationale Naturfilmfestival, wird vom 4. bis 8. September zum achten Mal in Eckernförde über die Bühne gehen. Dabei werden über 80 Werke von Naturfilmern aus aller Welt präsentiert, wobei nicht nur die Erwachsenen, sondern ganz speziell auch Schüler angesprochen werden sollen.

Die sh:z-Tournee machte gestern zum dritten Mal Station in Wyk und Petra Kölschbach, Redakteurin des Insel-Boten, freute sich bei der Begrüßung darüber, dass rund 80 Interessierte den Regengüssen getrotzt und den Weg ins Filmtheater gefunden hatten. Dabei galt ihr Dank ganz besonders Kinobetreiber Thomas Dethlefsen, der auch in diesem Jahr seine Räume kostenlos in den Dienst der Naturfilme gestellt hat.

Das Besondere an diesem internationalen Naturfilmfestival ist, dass es auf ehrenamtlicher Basis von einem Förderverein organisiert wird, wobei inzwischen die Zahl der Sponsoren stark zugenommen hat.

Auch Ralf Diez, der gestern als Vertreter von Green Screen nach Föhr gekommen war, gehört zu den rund 100 Ehrenamtlichen, ohne die diese Veranstaltung nicht stattfinden könnte. Nach seiner kurzen Einführung erlebten die Zuschauer hautnah das Leben der Spatzen, die sich auf die ganz speziellen Lebensbedingungen in Kairo, Moskau, China oder Paris eingestellt haben und weltweit mit extremen Verhältnissen zu überleben gelernt haben.

Die Reise an die wilde Küste des Baltikums zog nicht nur die eingangs erwähnte Zuschauerin in ihren Bann. Endlose, menschenleere Sandstrände, Dünen, Binnenseen, die von wilden Pferden freigehalten werden, vom Sturm gepeitschte Wellen und selten gewordene Vogel- und Pflanzenarten beeindruckten in ihrer Vielfalt.

Mit einem Winzling, der Haselmaus, die übrigens keine Maus, sondern eine Verwandte des Siebenschläfers ist, endete der Reigen der Naturfilme. Diese Produktion verfolgte das Leben der kleinen Haselmaus ein ganzes Jahr lang, vom Winterschlaf, über die „Familiengründung“, bis zum erneuten Winterschlaf reichte das Spektrum, wobei auch das Leben der Nachbarn vom Eichhörnchen über das Wiesel bis hin zum Uhu gestreift wurde.

Angesichts dieser Vielfalt war es für das Publikum am Ende der Matinee gar nicht so einfach, ein Votum abzugeben. „Am liebsten würde ich alle drei Filme ankreuzen“, meinte eine Zuschauerin, als sie den Stimmzettel ausfüllen sollte. Für welchen der Filme sich die Besucher an den 15 Aufführungsorten entschieden haben, wird erst bei der Preisverleihung bekanntgegeben, die am 6. September auf Gut Altenhof bei Eckernförde stattfinden wird.

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erstellt am 23.Aug.2014 | 13:30 Uhr

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