Wyker Turnerbund : Eine Mutter und zwei Väter

Die Organisation des Wyker Stadtlaufs gehört zu den jährlichen Höhepunkten der Laufsparte. Foto: psz
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Die Organisation des Wyker Stadtlaufs gehört zu den jährlichen Höhepunkten der Laufsparte. Foto: psz

Seit 25 Jahren leitet Marianne Clausen die Lauf-Sparte des WTB - ans Aufhören denkt sie noch lange nicht

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16. Februar 2013, 08:58 Uhr

Wyk | Zwar wird Marianne Clausen, seit der Gründung der Lauftreff-Sparte im Wyker Turnerbund (WTB) deren Leiterin, heute liebevoll "Mutter der Laufkompanie" genannt, die Ideengeber aber waren mit Dr. Helmut Marczinkowski und Uwe Salzwedel zwei Väter. "Im Herbst 1987 sind wir losgelaufen", erinnert Marczinkowski, damals Assistenzarzt in der Westfalenklinik, die als Treffpunkt für die Läufer diente. "Ich war ohnehin mit dem Laufsport verbandelt und so entstand der Föhrer Lauftreff."

Ganze vier Läufer waren es zu Beginn, eine von ihnen bereits damals Marianne Clausen. Und die übernahm das Kommando, als Salzwedel mit Ausklang des Jahres 1988 die Insel und Marczinkowski die Westfalenklinik verließ, und belegte kurzerhand einen Lauftreffsleiter-Lehrgang in Dersau im Kreis Plön.

Schon lange erreicht die Zahl der Teilnehmer nicht mehr das Niveau der Anfangsjahre. Waren zu Beginn konstant um die 25 Mitglieder dabei, hat sich der harte Kern heute auf 15 eingependelt. Ende der 1990-er Jahre kam mit "Nordic Walking" der Knick. Nicht wenige Mitglieder entdeckten damals ihre Leidenschaft für diese verletzungsärmere Sportart.

Dass "der Langlauf auf die Knochen geht", davon kann auch Klaus Panse, lange Jahre an der Seite Clausens Organisator des Wyker Stadtlaufes, ein Lied singen. Als einer der eifrigsten und erfolgreichsten WTB-Läufer blickt er auf Probleme mit dem Meniskus, einen Achillessehnenabriss und Muskelfaserrisse zurück.

Seiner Begeisterung tat dies alles keinen Abbruch. Von Beginn an wollte man einmal pro Vierteljahr an einem Wettkampf auf dem Festland teilnehmen. "Wir wollten uns im sportlichen Wettkampf messen und sehen, wo wir stehen."

Und die Wettkämpfe waren beachtlich: Der Hamburg-Marathon war regelmäßig dabei, und zwei Wochen darauf der Niebüller Stadtlauf. "Nach dem Lauf in Hamburg waren die Beine noch rund, da kann man die zehn Kilomter sehr gut laufen", so Panse. Ob der Paarmarathon in Aalborg, der Lauf zwischen den Meeren oder der Stadtlauf bei den Husumer Hafentagen, der WTB war dabei. Heute leiten neben Clausen (Frauen), Michael Goldstein (Männer) und Volker Stoffel (Kinder) die Sparte. Leiterin aber ist immer noch die "Mutter der Laufkompanie". Und die möchte so lange laufen, wie sie kann: "Man läuft und fühlt sich gut".

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