Museum Kunst der Westküste : „Eine museale Perle des Landes“

Die Oldsumer Trachtengruppe eröffnete den Festakt.
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Die Oldsumer Trachtengruppe eröffnete den Festakt.

Geburtstagsfest in Alkersum: Redner aus vier Ländern loben den Stifter und sein Werk.

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31. Juli 2019, 20:06 Uhr

Alkersum | „Vor zehn Jahren war ich beseelt von dem Gefühl, dass eine Vision wahr wurde“, erinnerte sich Frederik Paulsen an den 31. Juli 2009, den Tag, als das Museum Kunst der Westküste eingeweiht wurde. „Damals war es noch ungewiss, wie das Museum sich entwickeln würde“, so der Stifter, „aber alle hochtrabenden Erwartungen sind eingetroffen, das MKDW hat sich einen Platz in der Museumslandschaft erarbeitet“.

Das Vermächtnis meines Vaters ist der Erhalt der friesischen Sprache, mein Herzensanliegen die Bewahrung der Kultur. Frederik Paulsen, Museumsstifter
 

Zur Einweihung hatte es einen gro ßen Festakt gegeben, mit dem nicht nur das neue Föhrer Kunstmuseum, sondern auch der 100. Geburtstag von Frederik Paulsen senior, dem Begründer der Ferring-Stiftung,  gefeiert wurde. Auch gestern, zum zehnten Museumsgeburtstag, gab es einen Festakt, und auch gestern erinnerte Paulsen an seinen Vater. „Sein Vermächtnis ist der Erhalt der friesischen Sprache, mein Herzensanliegen die Bewahrung der Kultur“, sagte Paulsen und bekannte: „Ich würde mich immer wieder für die Umsetzung dieses Projektes entscheiden.“

Das Museum leistet einen wertvollen Beitrag zum interkulturellen Dialog zwischen den Niederlanden, Deutschland, Dänemark und Norwegen. Karin Prien, Kulturministerin
 

Wie richtig dieses Entscheidung war, welch hohen Stellenwert das MKDW inzwischen in der nationalen und internationalen Museumsszene genießt, betonten bei der Feierstunde in einem Festzelt hinter der Alkersumer Dorfhalle alle  Redner.  Eine „museale Perle des Landes Schleswig-Holstein“ nannte  Kulturministerin Karin Prien das MKDW.  „Das Museum leistet schon lange einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Identität der nordfriesischen Küstenregion und zum interkulturellen Dialog zwischen den Niederlanden, Deutschland, Dänemark und Norwegen“, sagte sie. Paulsen habe mit der Gründung des Museums Kunst der Westküste in ganz besonderer Weise Heimatliebe und Weltoffenheit miteinander verbunden. „Das ist nicht nur für Alkersum und Föhr, sondern auch für uns alle in Schleswig-Holstein und darüber hinaus ein großes Geschenk.“

Das Museum Kunst der Westküste hat als Teil der Grenzregion auch einen Bezug zu Dänemark. Friis Arne Petersen, Däniischer Botschafter
 

Wie weit das Föhrer Museum auch international ausstrahlt, betonten die Botschafter der drei  Westküsten-Länder Dänemark, Niederlande und Norwegen. „Das Museum Kunst der Westküste hat als Teil der Grenzregion auch einen Bezug zu Dänemark“, sagte   Friis Arne Petersen und lobte die Jubiläumsausstellung, in der auch wieder Maler der Künstlerkolonie aus seiner Heimatstadt Skagen prominent vertreten sind. 

Die Bilder sind hochaktuell. Wepke Kingma, Botschafter der Niederlande
 

„Diese Bilder sind so schön wie Urlaub, oder noch schöner, weil die Küste damals noch unverbaut war“, so  Wepke Kingma. Der Niederländer  schlug  dann einen Bogen von Dünenbildern  über Dünenschutz zum Klimawandel.  „Die Bilder sind hochaktuell, sozusagen  ein  Fridays-for-Future-Banner“ meinte er.

Ich bin begeistert vom Programm des Alkersumer Museums und der Umgebung. Peter Ølberg, Botschafter von Norwegen
 

Auch  Peter Ølberg betonte, dass die  Werke, die im MKDW ausgestellt werden, an die Verantwortung der Menschen erinnern würden, die Küste zu bewahren.  Er sei schon bei der Eröffnung der großen Norwegen-Ausstellung  im MKDW im vergangenen Jahr begeistert vom Programm des Alkersumer Museums und der Umgebung gewesen, sagte er.

Vor zehn Jahren konnte keiner ahnen, dass das Museum Kunst der Westküste sich zu so einer großen Erfolgsgeschichte entwickeln würde. Ulrike Wolff-Thomsen, Direktorin
 

„Vor zehn Jahren konnte keiner ahnen, dass das Museum Kunst der Westküste sich zu so einer großen Erfolgsgeschichte entwickeln würde“,  ging anschließend Museumsdirektorin Ulrike Wolff-Thomsen  auf die Entwicklung  des MKDW  in dieser Zeit ein. Die gesamte Westküste von den Niederlanden bis nach Norwegen als einen großen kulturellen  Raum zu begreifen, sei eine faszinierende Idee des Stifters Frederik Paulsen gewesen,

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