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auftritt auf hoher see : Eine Hafennacht der besonderen Art

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zum dritten Mal hatte das Trio Hafennacht zu einem Konzert an Bord der „Hauke Haien“ geladen. Geboten wurde Musik mit nordisch-poetischem Flair und ein tolles Entertainment.

Bei Kaiserwetter stach die Band „Hafennacht“, zum dritten Mal an Bord der „Hauke Haien“, in See und bot tolles Entertainment – absolut unverkrampft, immer frisch und niemals ohne die doch so wichtige Selbstironie.

Uschi Wittich (stark-zarte Stimme), Erk Braren (Gitarre) und Heiko Quistorf (Akkordeon) fanden vor acht Jahren zusammen. Und das Trio bot einen lockeren Abend und spielte mit nordisch-poetischem Flair auf. Mit Songs auch von älteren Alben, etwa dem wärmend-skurrilen Opening „An Land“.

Uschi Wittichs Ambitionen, auf der „Bühne“ unter Deck auch mal „abtanzen“ zu wollen, hätten viele sicher gern in die Tat umgesetzt gesehen. Doch auch ohne diese Einlage war es ein gemütliches Beieinander und zeitweise wurden die Maschinen gestoppt und die „Hauke Haien“ konnte einfach treiben, vielleicht „bis Oslo“, sinnierte die Sängerin.

Live ist „Hafennacht“ wärmstens zu empfehlen. Bodenständig-schwebende Texte erzählen von Abschied, Tomatensaft, Teufelsbrück, vorbeifliegenden Kühen oder des Seefahrers Ungewissheit. Natürlich geht es auch um den Hamburger Fischmarkt – lieb gemeinte Seitenhiebe in Richtung Wyker Fischmarkt und so manche Inselmarotte, die bei den Passagieren, unter ihnen viele Insulaner, bestens ankamen.

Zwischendrin eine Bandvorstellung der besonderen Art. Erk Braren und Heiko Quistorf, zwei sympathische Handmade-Musiker, der eine das Föhrer Kind „ohne gesteigertes Harmoniebedürfnis“, der andere „vom nicht erwähnenswerten Hamburger Umland“, wie Wittich frotzelte.

In der Pause und vor einem malerischen Sonnenuntergang gab es zum Publikums-Schnack eine Stärkung am Tresen und aus der Kombüse. Zur Dämmerung unterstützten Teelichter die minimal eingestellten „Bühnen-Scheinwerfer“. Alles andere als minimal dagegen die Musik und man mag über Schunkeln meinen, was man will – für einige Nummern passt es nur zu gut. Etwa beim Klassiker „Ein Hering und eine Makrele“. Ohne Zugabe hätte „Hafennacht“ eine Meuterei riskiert und so kam es unter anderem zu einer ganz eigenen „La Paloma“-Interpretation und, final, mit der Ballade „Tresenkönigin“ der, so die Band, zukünftige Sommerhit 2016. Angelaufen wurde dann aber doch die bewährte Föhrer Skyline. Nicht Oslo, obwohl man das Trio auch dort glücklich empfangen hätte.

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