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Insel-Bote

20. August 2017 | 18:15 Uhr

Nachbarn : Eine Art Familientreffen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wasserversorgung, Weinbau und Strandräuber: Informativer Insel-Ausflug für Föhrer und Amrumer.

Wie funktioniert eine reibungslose Trinkwasserversorgung auf Föhr, seit wann sind Amrumer keine Strandräuber mehr und wie schmeckt eigentlich der neueste Föhrer Weinjahrgang? Monika Tadsen war gemeinsam mit 25 anderen Amrumern der Einladung der Ferring Stiftung und des Öömrang Hüs gefolgt, um einen informativ-gemütlichen Tag auf Föhr zu verbringen. „Das ist wirklich eine tolle Erfindung, so beidseitig Jahr um Jahr den Insel-Nachbarn interessante Themen nahe zu bringen“ , meint die Nebelerin.

Mit großem „Hallo“ empfingen zum „Föhr-Amrumer-Tag“ eine Menge Föhringer die Freunde und Verwandten von der Nachbarinsel, denn, so der Vorsitzende der Ferring-Stiftung, Dr. Volkert Faltings, in seiner Ansprache im Alkersumer Stiftungsgebäude : „ Beide Inseln begreifen sich nicht nur seit der Erfindung dieses gemeinsames Tages im Jahr 1997 als Einheit“. So habe das Archiv der Ferring-Stiftung – in dem auch das Öömrang Archiv untergebracht ist – als Informationsquelle auch für Amrumer großen Stellenwert.

Bevor Faltings die mannigfaltigen Stiftungs-Aufgaben erläuterte, standen allerdings kompetente Auskünfte vom Föhrer Wasserbeschaffungsverbands-Chef Hark Ketelsen auf dem Programm der rund 50 Teilnehmer beider Inseln. Rund eine Million Kubikmeter Wasser, so war im Wrixumer Wasserwerk zu erfahren, werde aus den 17 Brunnen beider Föhrer Wasserwerke ins Netz gespeist. Rund 930 000 Kubikmeter des kostbaren Nass stünden den 4500 Föhrer Anschlüssen über die 175 Kilometer lange Hauptleitung zur Verfügung. Technik, Logistik, eventuelle Problematiken oder auch der steigende Wasserpreis – die Föhrer Veranstalter hatten mit diesem Besuchspunkt ein gutes Näschen bewiesen, denn die Nachfragen waren nicht eben gering.

Kai Quedens sorgte danach für denAmrumer Part des Besuchsprogramms. In gekonnt informativer und dennoch humoriger Weise spannte der Norddorfer einen fesselnden Bogen von der Eiszeit, großen „Mandränken“ bis hin zu den alten Strandräubern und auch modernerem Strandgut. Die Föhrer jedenfalls staunten nicht schlecht: Da wurden tonnenweise Rasierklingen ebenso „abgestaubt“ wie große Chargen bestens imprägnierter Balken oder gar original verpackte Luxusschuhe eines amerikanischen Mode-Labels.

„Das haben wir nicht gewusst, dass ihr hier jetzt sogar schon Föhrer Wein herstellt“, viele Amrumer staunten beim nächsten Programmpunkt nicht schlecht. „Weingärtner“ Christian Roeloffs hatte zwecks Verkostung in Nieblum schon diverse Flaschen des Rebensafts parat gestellt. Und informierte die verblüfften Insulaner über die Bewirtschaftung der Weingärten, die Rebsorten, die im Föhrer Klima gedeihen, und die Erträge. Bei einem guten Schluck des Föhrer Landweins ließen sich trefflich weitere Fragen über die zumindest für nordfriesische Eilande ungewöhnliche Feldfrucht stellen. Und natürlich auf ein Treffen im nächsten Jahr auf der Insel Amrum anstoßen.

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erstellt am 07.Okt.2013 | 12:15 Uhr

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