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Auf Föhr : Eine 40-jährige Erfolgsgeschichte

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Musikschule feierte Geburtstag. 300 Schüler aus allen Generationen werden an zwölf Instrumenten ausgebildet.

shz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 14:18 Uhr

Die ersten Schüler der Föhrer Musikschule kamen jetzt als Eltern oder Großeltern des heutigen musikalischen Nachwuchses zusammen, um das 40-jährige Bestehen dieser insularen Einrichtung zu feiern. Bei einem großen Geburtstagskonzert im Kurgartensaal und einem Tag der offenen Tür in der Feldstraße bewiesen die jungen und älteren Musikanten, dass die Arbeit der Lehrer nicht umsonst ist. 300 Eleven sind zur Zeit unter deren Fittichen und Föhr als Bezirksstelle der Kreismusikschule Nordfriesland liegt damit, wie ihr Leiter Henning Bock betonte, weit über dem prozentualen Kreisdurchschnitt.

Beim Geburtstagskonzert wurde das pädagogische Konzept der Föhrer Musikschule deutlich, früh mit dem Instrumentalunterricht zu beginnen, rasch das Gemeinschaftsgefühl im Ensemble zu erleben und dann schon möglichst bald öffentlich zu musizieren. Die Youngster-Bigband, die das Publikum fast von den Sitzen riss, war nur ein Beispiel der verschiedenen Ensembles, die die Schule hervorgebracht hat. Beim Geburtstagskonzert war nicht nur Musik zu hören, vielmehr blickte eine Reihe von Rednern auf die vergangenen 40 Jahre zurück, in denen mit viel Einsatz und Engagement des Fördervereins eine Musikschule aufgebaut wurde, die sich sehen lassen kann. Umso bedauerlicher fanden es die Geburtstagsgäste, dass kein einziger Vertreter der Kommunen zu diesem Ereignis erschienen war.

Almut Höncher, die Leiterin der Föhrer Musikschule, machte deutlich, dass diese Einrichtung aus dem kulturellen Leben der Insel nicht mehr wegzudenken sei und eine wichtige kulturelle und pädagogische Aufgabe erfülle. Deshalb seien verlässliche Rahmenbedingungen nötig. „Blinde Sparwut wird fatale Auswirkungen auf unsere Kinder und Jugendlichen haben“, so Höncher nachdrücklich.

Wolfgang Philipp stellte an diesem Abend im Kurgartensaal die Chronik der Musikschule vor, zu deren Gründungsversammlung Dr. Günther Friedrichsen und Karl-Heinz Frädrich am 5. Juli 1977 eingeladen hatten. Philipp, der langjährige Leiter der Musikschule, erinnerte an kritische Zeiten und den Kampf um die Existenz dieser Einrichtung, aber auch an Erfolge und daran, dass das Festival „Jazz goes Föhr“ aus der Musikschule hervorgegangen ist. Alle Projekte der vergangenen Jahre, so Philipp, hätten erfolgreich und ohne finanzielles Fiasko verwirklicht werden können.

Grußworte sprachen weiter Svea Iwersen-Peters, die Vorsitzende des Fördervereins, Henning Bock von der Kreismusikschule, sowie Christian Daegel, Präsident des Föhrer Lions-Clubs.

Der eher offiziellen Geburtstagsfeier folgte dann ein Tag der offenen Tür, bei dem zu erfahren war, wie zwölf Lehrkräfte insgesamt zwölf unterschiedliche Instrumente lehren, wobei sie auch zahlreiche Erwachsene unterrichten. Die Schüler gaben Kostproben ihres Könnens, und manche gaben an diesem Tag ihr Debüt – so die Geigerin Michelle Dubois, die nach genau zwölf Unterrichtsstunden erstmals auftrat.

Die ganz Kleinen gaben gemeinsam mit Almut Höncher Einblicke in die musikalische Früherziehung und die Besucher des Nachmittags waren eingeladen, sich an den verschiedenen Instrumenten zu versuchen. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Tombola, wozu die Musikschulleiterin dankbar feststellte, dass die Föhrer Geschäftsleute sehr spendabel sind. Der Hauptpreis, ein Vier-Gänge-Menu in einem Wyker Restaurant, konnte allerdings noch nicht vergeben werden. Der Gewinner hat sich nämlich bisher noch nicht gemeldet.

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