Theater AG : Ein völlig durchgeknallter Clan

Die Schwestern bieten auch dem Irrenarzt ihren Gifttrunk an.  Foto: oe
Die Schwestern bieten auch dem Irrenarzt ihren Gifttrunk an. Foto: oe

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30. März 2013, 09:04 Uhr

Amrum | Fast jeder kennt die Geschichte von den beiden netten alten Damen, die ihre potenziellen Untermieter gleich reihenweise um die Ecke bringen und von ihrem verrückten Bruder im Keller verscharren lassen. Der denkt dabei, er baue den Panama-Kanal. Die schwarze Komödie "Arsen und Spitzenhäubchen" von Joseph Kesselring erlangte in der Verfilmung von Frank Capra 1944 Kultstatus. Nun hat die Theater AG der Öömrang Skuul in zwei Vorstellungen das Publikum im Norddorfer Gemeindehaus mit der Geschichte unterhalten und wurde mit viel Applaus belohnt.

Unter der Leitung von Miriam Traulsen hatten 23 Schüler der sechsten bis zehnten Klasse in den zurückliegenden sechs Monaten das Stück einstudiert. Schulleiter Jörn Tadsen bezeichnete es als immer wieder beeindruckend, wie Miriam Traulsen es schaffe, in jedem Schuljahr neue Talente für die Theaterbühne zu akquirieren. Die Besucher der Abendvorstellung bekamen eine kurzweilige und amüsante Interpretation des Stücks geboten, in dem es um mindestens 24 Leichen und eine völlig durchgeknallte Familie ging.

Hanna Brinkmann und Jette Tadsen spielten die liebenswerten alten Damen, Nanning Tadsen ihren Neffen Mortimer, den einzig normalen Menschen in dieser Familie, Svea Jürgensen agierte als Teddy, der ständig zu Kanalbauarbeiten im Keller verschwand. In weiteren Rollen glänzten Sven Tieze als Bösewicht Jonathan Brewster und Gyde Tadsen als dessen Komplize Dr. Einstein. Annika Meister gab den Irrenarzt Mr. Witherspoon, in dessen Sanatorium die ganze Familie landete.

"Ich dachte, dass nach der holprigen Generalprobe am Vorabend eigentlich bei der Galavorstellung nur alles klappen kann", freute sich die Leiterin der Theater AG nach dem Erfolg.

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