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Mitten in Wyk : Ein Universum zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Rüm-Hart-Schule hat jetzt einen eigenen Planetenweg. So werden den Kindern die Dimensionen des Weltalls anschaulich gemacht.

Wie weit ist es eigentlich von der Sonne bis zur Erde? Richtig, fast 150 Millionen Kilometer, also eine 150 mit sechs Nullen. Nicht nur für junge Schülerinnen und Schüler ist es schwer, sich diese Zahl bildlich vorzustellen. Doch seit einem Jahr gibt es auf Föhr einen Vergleichswert: Der Planetenweg, der sich vom Leuchtturm bis fast nach Utersum erstreckt, verdeutlicht die Dimensionen, die unser Sonnensystem hat.

Doch für den Unterricht an Grundschulen sind die 11,3 Kilometer des Weges natürlich etwas zu lang. Ray und Hanne Eighteen, die bereits bei der Einrichtung des ersten Planetenweges mitgewirkt hatten, wurden von einigen Schülern der Rüm-Hart-Schule angesprochen, ob man etwas ähnliches nicht auch für den Schulunterricht gestalten könne. Das Ehepaar, selbst ehrenamtlich an der Schule tätig, ließ sich nicht lange bitten und fing an zu planen. „Wir haben mit den Schülern getestet, welche Schrift man am besten lesen kann, kindgerecht die Informationstafeln geschrieben und unser Sohn hat von Berlin aus die Grafiken entworfen“, erklärt Ray Eighteen den Entstehungsprozess des Rüm-Hart-Planetenweges.

Und nach drei Monaten des intensiven Arbeitens konnte nun der Weg auf dem Schulgelände in der Süderstraße eingeweiht werden. Entlang der Fahrradständer sind in regelmäßigen Abständen die Tafeln mit Steckbriefen und kleinen Informationstexten über die Planeten angebracht. Eine maßstabgetreue Abbildung des Sonnensystems war allerdings nicht möglich: „Dann wären wir wieder am Leuchtfeuer gewesen.“, begründet Eighteen den Umstand. So ist das System jetzt auf handliche 150 Meter zusammengeschrumpft worden.

Die Eröffnung des Weges wurde mit einer kleinen Zeremonie gefeiert. Schulleiterin Rita Hinrichsen dankte dem Ehepaar Eighteen für sein Engagement und den Föhrer Rotariern für die Unterstützung. Ray Eighteen erinnerte noch einmal an die Entstehung des Weges. Emmi Hägermann und Hanna Protz lasen eine selbstgeschriebene Geschichte über die Planeten vor und die Schmetterlingsklasse animierte den Rest der Schüler zum Tanzen. Abschließend gab es für die Kinder noch Eis, bevor sie in die Pause entlassen wurden.

In dieser zeigten die Schüler bereits großes Interesse an dem Planetenweg. Neugierig wurden die Tafeln von den Erst- bis Viertklässlern in Augenschein genommen. Vor allem der Heimat-, Welt- und Sachunterricht (HWS) an der Schule werde von dem Planetenweg profitieren, so Steffi Path, die das Projekt mit ihrer Klasse begleitete. Und Rita Hinrichsen hob den Weg als Besonderheit hervor: „Welche Schule kann schon von sich behaupten, einen eigenen Planetenweg zu haben? Wir haben jetzt einen.“

Wenn in Zukunft also Vorträge über die Planeten des Sonnensystems anstehen, muss man nicht im Internet nach Informationen suchen oder die 11,3 Kilometer des großen Planetenweges gehen. Es reicht ein Blick auf den Schulhof: Bereits da gibt es das Universum zu Anfassen.

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