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Eilun-Feer-Skuul : Ein spannendes antikes Spektakel

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Sie agierten fast schon wie Bühnenprofis. Die jüngsten Schüler brachten das Musical „Odysseus“ auf die Bühne.

Dass die Irrfahrten des Odysseus auch nach Föhr führten, steht so nicht bei dem altgriechischen Dichter Homer, aber es war ein großes Glück – ein großes Glück für all diejenigen, die dabei waren: Musiklehrerin Diana Jeß präsentierte mit dem Chor der fünften bis siebten Klassen der Eilun-Feer-Skuul das Musical „Odysseus“ nach Wulf-Henning Steffen und ließ die Zuschauer staunen. Knapp 40 Schüler vor und hinter den Kulissen sorgten für ein spannendes antikes Spektakel.

„Am 1. September fingen wir an, Odysseus zu lesen, es wurde dann immer interessanter“, verriet Jeß Details aus der Entstehungsgeschichte, und fügte bescheiden hinzu: „Und jetzt sind wir soweit.“

Von der Bandbegleitung (Mickey Dwyer, Jes Schwab, Tjorven Peters, Marie Grahl, Sarah Mauch und Diana Jeß selbst am E-Piano) über ein mehr als gelungenes Bühnenbild (Eltern Barbara und Bernhard Gloy, Brigitte Hansen und Bärbel Hägermann) und eine abgestimmte Technik bis zur „Designerkleidung“ der griechischen Helden und Götter (Wahl-Pflichtkurs „Modedesign und Nähen“ an der Schule) passte einfach alles so gut zusammen, dass die Zuhörer keine Mühe hatten, sich mit dem griechischen Helden der Insel Ithaka und seinen Gefährten auf eine abenteuerliche Reise zu machen. In zwölf Szenen und anderthalb Stunden schaffte es Odysseus (Kalle Stauvermann) mit seiner Mannschaft wieder einmal, nach dem Sieg über Troja und weiteren zehn Jahren des Umhersegelns, seine Heimatinsel und seine Frau Penelope (Nomie Hansen) wieder zu sehen. Bekanntermaßen gelang es ihm damals wie heute nicht so ohne weiteres, hatte er doch Meeresgott Poseidons (Agni Müller) Zorn auf sich geladen. Aber warum musste er auch dessen Sohn Polyphem, dem Zyklopen, sein einziges Auge ausstechen?

Da ist es absolut hilfreich, wenn man ein Günstling der weisen Athene (Mia Hansen) ist, die ab und zu ein gutes Wort für einen auf dem Olymp einlegen kann, zum Beispiel, wenn die schöne Kalypso (Clara von Stülpnagel) den jungen Helden nicht nach Hause entlassen will. Auch aus den Fängen der reizenden wie listigen Zauberin Kirke entkommt der Held nur mit fremder Hilfe. In der Antike munkelt man, dass Odysseus den einen oder anderen Aufenthalt freiwillig in die Länge gezogen hat, weil er sich gerne „bezirzen“ ließ. Seiner eigenen Schwäche durchaus bewusst, lässt sich der griechische Held doch vorsichtshalber an den Mastbaum seines Schiffes binden, während er an den Sirenen vorbeisegelt. Und seinen Seeleuten rät er, sich die Ohren zu verstopfen. So erlebte ein mitfieberndes Publikum wieder ein Happy-End, auch wenn Odysseus nach den vielen Jahren der Reise sich seinen Platz neben seiner geliebten Gattin erst wieder freikämpfen muss.

Dass junge Schüler so lange Textpassagen beherrschen, Soli singen, schauspielerisches Talent besitzen und mit einer ansteckenden Freude spielen, begeisterte die Zuhörer so sehr, dass sie sich eine Zugabe applaudierten und Leiterin Diana Jeß nach der Aufführung zu diesem gelungen Abend gratulierten.

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