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Blick nach vorn : Ein Schultag für die Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Fast schon Tradition: Zum vierten Mal präsentierten sich Betriebe beim Tag des Berufs in der Eilun-Feer-Skuul.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2016 | 07:00 Uhr

Der Tag des Berufes an der Eilun-Feer-Skuul (EFS) hat fast schon Tradition: Bereits zum vierten Mal stellten gestern mehr als 20 Unternehmen und Firmen im Forum der EFS den Schülerinnen und Schülern ihre Arbeit vor. Und das Interesse ist ungebrochen. Auch wenn oftmals im Klassenverband ein Besuch der Aktion vorgeschrieben wird, ist der Informationswille der Schülerinnen und Schüler groß.

„Unser Stand war gut besucht“, meinte zum Beispiel Michael Warnck von der Arbeitsagentur. „Das Interesse war da und viele Schüler hatten wirklich viele Fragen über ihre Zukunft.“ Und auch die Frisörin Marina Schäfer freute sich über die aktiven Gespräche mit den Schülern: „Wir haben wirklich viele, die sehr interessiert sind. Gleich mehrere Schüler möchten später noch einmal reinschauen oder sogar gleich eine Bewerbung abgeben. Das ist dann natürlich aus unserer Sicht perfekt gelaufen.“

Daniel Brauer, Mitorganisator der Veranstaltung und Lehrer an der EFS, war ebenfalls sehr zufrieden. „Das Projekt wird von den Schülern weiterhin gut angenommen. Es werden viele Fragen gestellt und man merkt, dass den Jugendlichen das Thema Berufsorientierung wichtig ist.“

Und auch von den Unternehmen käme eine positive Rückmeldung: „Die Firmen, die schon einmal da waren, zeigten sich immer zufrieden und fragen schon, wann denn der nächste Tag des Berufes sei. Neue Unternehmen für die Aktion zu finden ist dagegen schon schwieriger“, erklärte Gesche Riewerts von der Föhr-Amrumer Bank, die das Projekt vor einigen Jahren mitbegründete. „Wir haben uns vertraglich verpflichtet, die Schulen zu unterstützen, und da haben wir dann überlegt, wie man dies erreichen könnte. Als der erste Projekttag dann so gut angenommen wurde, haben wir die Idee weiterentwickelt“, erläutert Riewerts, die bis heute den Tag des Berufes noch mitorganisiert.

Und die Firmen werden mit jedem Jahr einfallsreicher: So konnte man in diesem Jahr sein Allgemeinwissen über Deutschland testen, blind verschiedene Brot- und Mehlsorten erraten oder versuchen, ein Reetdach zu decken. Dazu konnte man noch ein Herz aus Schiefer „erwerkeln“ oder sich einen Wettstreit mit seinen Freunden darum liefern, wer schneller einen Nagel ins Holz hauen kann.

Für die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm. Dementsprechend wurde es auch gewürdigt: „Das ist hier schon echt gut gemacht und man lernt hier viel über die verschiedenen Berufe“, meinte zum Beispiel Jari Krog. Er hatte jedoch auch Kritik anzumerken: „Es konzentriert sich doch schon eher auf die etwas jüngeren Klassenstufen mit den Ausbildungsberufen“, meinte der Oberstufenschüler. „Es fehlt so ein bisschen die Auswahl an Studienjobs oder Ähnlichem, was es dann für uns interessanter machen würde.“

Das Problem hatte auch schon Daniel Brauer erkannt: „Wir haben ganz klar Schwierigkeiten, die oberen Klassenstufen zu beraten.“ Doch genau dafür gab es in diesem Jahr eine Neuheit beim Tag des Berufes: Vorträge zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel einem Auslandsjahr nach der Schule, welches sich immer größerer Beliebtheit erfreut, oder zur Orientierung im Studienfachdschungel. „Die Vorträge waren meines Erachtens nach auch immer gut besucht und die Schüler haben da wirklich etwas gelernt“, merkte Brauer an. Diese Präsentationen wurden aber nicht nur von der Arbeitsagentur abgehalten, sondern vielmehr von verschiedenen Unternehmen, die dort noch einmal die Möglichkeiten einer Ausbildung in ihrem Betrieb oder eines Fachhochschulstudiums aufzeigten.

Ansonsten war vieles wie immer: Viele Stände mit netten Leuten, die bereit waren, einem diesen oder jenen Beruf nahezubringen, und viele Schüler, die engagiert Fragen stellten, aber nach einiger Zeit ein bisschen die Energie verloren, sich weiter zu informieren.

Die Unternehmen zogen größtenteils eine positive Bilanz. Annette Hansen hoffte vor dem Vormittag auf viele junge Leute mit Interesse an einer Ausbildung, und resümierte am Ende: „Es wurde wieder einmal sehr gut angenommen. Es waren viele Jugendliche da, die viele Fragen gestellt haben.“ Und auch Michael Lorenzen von der Polizei, die zum ersten Mal am Tag des Berufes mit einem Stand präsent war, zeigte sich zufrieden: „Ich glaube wir hatten nur zehn Minuten, in denen hier nichts los war, sonst waren immer Schüler da.“

Nach einem so positiven Projekttag fällt die Entscheidung, nächstes Jahr wieder einen Tag des Berufen zu organisieren, etwas leichter. „Wir werden uns zusammensetzen und dann entscheiden“, meinte Brauer. Er wird sich jedoch aus der aktiven Vorbereitung etwas zurückziehen: „Ich habe im Moment viel mit anderen Aufgaben um die Ohren. Aber für Fragen und Anregungen werde ich natürlich weiterhin bereitstehen.“

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