„Üüs aran“ stellt sich vor : Ein neues Zuhause für viele Insulaner

Die alte Kurverwaltung muss den neuen Häusern weichen.
Die alte Kurverwaltung muss den neuen Häusern weichen.

Das genossenschaftliche Projekt bietet für Amrum die Chance, qualitativ ansprechenden und bezahlbaren Wohnraum für Einheimische zu schaffen und dauerhaft für diesen Zweck zu sichern.

shz.de von
05. Juni 2014, 21:00 Uhr

„Mit unserem genossenschaftlichen Projekt ‚Üüs aran‘ sehen wir für die Insel Amrum eine bisher noch nicht dagewesene Chance, qualitativ ansprechenden und bezahlbaren Wohnraum für Insulaner zu schaffen und dauerhaft für diesen Zweck zu sichern“, umreißt dessen Vorsitzender Ulf Jürgensen die Zielsetzung von „Üüs aran“ (friesisch: unser Zuhause). Er hat den Wohnungsmarkt auf Amrum schon seit Jahren im Blick und weiß bestens um die Probleme, die immer wieder dazu führen, dass Familien aufgrund zu geringen Wohnraumangebotes und meistens zu teuren Wohnungen die Insel verlassen. Wohneigentum zu bilden, ist aufgrund des hohen Preisniveaus für den Großteil der Amrumer Bevölkerung nicht möglich. „Aber auch ältere Insulaner, die ihre Immobilie nicht mehr bewirtschaften können und verkaufen, sollten die Chance bekommen, in ihrem Lebensmittelpunkt Amrum ein neues Zuhause zu finden“, verdeutlicht Jürgensen.

In der Wittdüner Mittelstraße sollen auf dem Grundstück der Gemeinde drei dreigeschossige Energiesparhäuser mit insgesamt 30 Wohnungen für Familien und Singles in gesunder Bauweise entstehen. Architekt Carlos Göttsch aus Heikendorf hat die Wohnanlage schwellenfrei und barrierearm mit Fahrstühlen geplant. Große Balkone und Dachterrassen sowie Gemeinschaftsbereiche sollen für zusätzliche Lebensqualität und für eine funktionierende generationsübergreifende Hausgemeinschaft sorgen.

Am 15. Juni ab 14 Uhr können sich alle Amrumer während eines Tages der offenen Tür über das Projekt, das Wohnungen von 50 bis 104 Quadratmetern bietet, informieren. „Uns ist es bei diesem Termin sehr wichtig, den Interessierten alle Möglichkeiten aufzuzeigen, bezahlbaren Wohnraum zu erlangen“, so Dr. Jasna Baumgarten. Sie gehört dem Beratungsunternehmen „Ting Projekte“, an und unterstützt die Genossenschaft.

Die vielfältigen Möglichkeiten, in Verbindung mit der Nutzung genossenschaftlichen Wohnraums finanzielle Unterstützung und Förderungen zu bekommen, seien auf den ersten Blick für den Laien oftmals nicht zu überblicken. „Wir bieten gern persönliche Beratung an und arbeiten dabei auch eng mit dem Sozialzentrum auf Föhr zusammen“, ermutigt Dr. Jasna Baumgarten interessierte Wohnungssuchende, sich ihre jeweiligen individuellen Möglichkeiten aufzeigen zu lassen. Weitere Informationen gibt es beim Wyker Sozialzentrum unter ✆ 04681/7412821, bei Jasna Baumgarten unter ✆ 04307/900210 und auf der Homepage der Genossenschaft, www.üüs-aran.de.

„Die möglichen Zuschüsse, die ich mit dem Wohnungsberechtigungsschein erreiche, haben mich überzeugt. Meine Erwartungen, schon in naher Zukunft Wohnraum zu verlässlichen Konditionen beziehen zu können, sind sehr groß“, erzählt ein Familienvater, der bereits eine Wohnung reserviert hat.

Ulf Jürgensen und seine Vorstandskollegen Christian Klüßendorf (Bevollmächtigter) und Heiko Müller (Revisor) sind zuversichtlich, das Projekt bereits in den kommenden Monaten umsetzen zu können.

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