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Sommerkonzerte 2017 : Ein musikalisches Erlebnis voller Höhepunkte

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auftakt in der Nieblumer St. Johannis-Kirche: Singkreis der Gemeinde und virtuose Instrumentalisten begeistern das Publikum im Friesendom.

Die Liebe und die Schönheit der Natur, aber auch die Hoffnung und die Kraft zum Widerstand sollten durch die Musikauswahl in der Nieblumer St.-Johannis-Kirche beim „Chorkonzert zum Mittsommer“ thematisch im Vordergrund stehen. Der Singkreis St. Johannis unter der Leitung von Birgit Wildeman, Organistin der Gemeinde, präsentierte mit Angelika Zastrow-Kelm, (Violine) und Dirk Kelm (Klavier) Werke von Bach, des Préz, Wine, Rutter, Rheinberger, Franck und Dvorák.

Ein schöner Effekt gleich zum Auftakt: Noch vor Beginn des ersten Liedes verteilten sich einzelne Chorgruppen im Langhaus und den Vierungen des Friesendomes, um während des Gesanges von „Sit nomen Domine“ von Josquin des Préz schließlich in der Kirchenmitte zu einer Einheit zusammenzufinden.

Es folgten Werke von Johann Sebastian Bach, die Lebensfreude, vor allem aber die Wehrhaftigkeit und die Hoffnung transportierten. Titel wie „Trotz dem alten Drachen“, „Weg mit allen Schätzen“ und „Weicht, ihr Trauergeister“ ließen die zahlreichen Besucher den Bezug zur Gegenwart fühlen – mit einem Aufruf gegen die Mutlosigkeit in der Welt. Erstaunlich hier war die Sicherheit des Chores auch in den schwierigen Passagen.

Der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten. Chorsopran Jutta Hinrichsen und Chorbass Rüdiger Bechtel sangen – von Birgit Wildeman an der Orgel begleitet – „Wann unsere Augen schlafen ein“ aus den kleinen geistlichen Konzerten von Heinrich Schütz. Perfekt festigte Bechtels sonorer Bass die glockenklare Stimme der Sopranistin, die auch vom Publikum mit Zwischenapplaus gefeiert wurde.

Angelika Zastrow-Kelm auf der Violine und Dirk Kelm am Klavier spielten nachfolgend Werke von Antonín Dvorák und Joseph Rheinberger und schafften es, den Eindruck vollkommener Harmonie zu erwecken. Scheinbar mühelos war Angelika Zastrow-Kelm in der Lage, die Zartheit in Dvoráks „Romanze“ ebenso zu transportieren, wie später die Kraft im Allegro eines César Franck.

Gegen Ende der Veranstaltung sprangen die Akteure ins 20. Jahrhundert. Mit modernen Titeln wie „We are not the only ones“ von Marten Jansson und „Groovy kind of love“ von Toni Wine, den die meisten Zuhörer in der Version von Phil Collins kennen. Mit einem klassischen Mitsommerlied aus Schweden mit dem Titel „Sommapsalm“ wurde dieser eindrucksvolle Abend im Friesendom beendet.

Abschließend wandte sich Birgit Wildeman an das begeisterte Publikum. „Eine Musikpräsentation in dieser Qualität ist nur durch die Begeisterungsfähigkeit der einzelnen Chormitglieder zu erreichen“, betonte die Chorleiterin. Diese würden ohne Unterlass in Kellern, Gartenhäusern und Wohnzimmern proben und seien inzwischen zu einer großen Familie zusammengewachsen.

Gefragt nach ihrem Eindruck über diesen Abend, waren sich Birgit Wildeman und Angelika Zastrow-Kelm einig und beide betonten unisono: „Es war eine Superstimmung und wir sind beide total zufrieden, auch, weil das Publikum so begeistert war.“

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erstellt am 28.Jun.2017 | 08:30 Uhr

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