Bau- und Hafenausschuss : Ein Leitbild für den Wyker Strand

Hundestrand, Abenteuerstrand,  Drachenstrand:   Die Wyker Küste  soll  in noch mehr Themenbereiche unterteilt werden.  Foto: pk
Hundestrand, Abenteuerstrand, Drachenstrand: Die Wyker Küste soll in noch mehr Themenbereiche unterteilt werden. Foto: pk

Touristische Belange und Naturschutz sollen langfristig unter einen Hut gebracht werden

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09. April 2013, 07:56 Uhr

Wyk | Der Strand ist für den Fremdenverkehr in Wyk von besonderer Bedeutung. Dem wurde nicht zuletzt mit dem Neubau der Strandpromenade und der Schaffung von Kiosken sowie behindertengerechten sanitären Anlagen Rechnung getragen. Um jedoch eine geordnete weitere Entwicklung des Strandbereiches zu gewährleisten, haben sich der Bau- und der Hafenausschuss mit einem Leitbild für die künftige Strandbewirtschaftung befasst. Es soll nicht nur die Belange des Tourismus, sondern auch die des Naturraumes berücksichtigen und mögliche Konflikte bereits im Keim ersticken.

In ihrer jüngsten Sitzung unter Leitung von Otto-Eberhard Schaefer (Kommunale Gemeinschaft) befassten sich die Mitglieder des Hafenausschusses mit der überarbeiteten Fassung, die den gesamten Bereich vom Hafen bis hin zum Greveling-Deich betrifft, und sie stimmten ihr dann grundsätzlich zu. "Dieses Leitbild gibt den Hinweis, wo wir hin wollen, regelt jedoch nicht jede Einzelheit", erklärte die Vorsitzende des Bauausschusses, Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG) dazu. "Wir haben in dem Papier unsere Visionen für die Zukunft festgehalten und verbauen uns damit nichts", ergänzte Otto-Eberhard Schaefer.

Kurzfristig sieht das Leitbild eine Erweiterung der Themen-Strandabschnitte, wie zum Beispiel Abenteuerstrand, die Einrichtung von Badeinseln sowie einen weiteren Schutz der Deich- und Dünenflächen vor. Mittelfristig sind unter anderem eine Strandsauna, die Erneuerung und Verbesserung des Dienstleistungsangebotes sowie Sitzstufen am Stockmannsweg angedacht. Die langfristige Vision der Wyker Kommunalpolitiker betrifft die Sanierung der Segler- und Mittelbrücke, die Verlängerung der Promenade bis hin zum Hafen sowie den Bau von Spielgeräten am Strand.

Zur Verbesserung der sanitären Situation am Spielplatz Löwenhöhle soll der Neubau einer WC-Anlage beitragen. Dazu legte Hafenbetriebsleiter Ulrich Koch einen Entwurf vor, dessen Verwirklichung mit rund 100 000 Euro im Wirtschaftsplan veranschlagt ist. Man habe, so Koch, die Verlegung der Druckrohrleitung in diesem Bereich genutzt, um die notwendigen Anschlüsse zu schaffen. Grundsätzlich sahen die Ausschuss-Mitglieder die Notwendigkeit solch einer Anlage ein. Sie beschlossen jedoch, von einem einheimischen Architekten eine alternative Planung erstellen zu lassen.

Die Finanzen des Hafenbetriebes nahmen bei der Sitzung viel Raum ein. Rasch über die Bühne gingen dabei der Stellenplan des Hafenbetriebes sowie der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011. Ausführlicher verlief die Diskussion um den Wirtschaftsplan für das Jahr 2013. In diesem Zusammenhang mahnte Paul Raffelhüschen (CDU), in Zukunft dürfe diesem Betrieb nicht alles aufgebürdet werden. "Wir müssen beim Hafenbetrieb Augenmaß bewahren, um ihn nicht wie den Kurbetrieb in den Ruin zu treiben".

Diese Einsicht beruhte auch auf dem Ergebnis einer Betriebsprüfung des Finanzamtes für die Jahre 2005 bis 2008. Dabei war festgestellt worden, dass der städtische Hafenbetrieb nicht mehr als ein einziger Betrieb gewerblicher Art gilt, sondern in vier Betriebe aufgeteilt werden muss, die alle einzeln steuerlich veranlagt werden müssen. Die Prüfung durch das Finanzamt hat außerdem, wie Koch informierte, eine Steuernachzahlung von rund 300 000 Euro zur Folge. Schließlich billigten die Ausschuss-Mitglieder den Wirtschaftsplan, der einen Jahresüberschuss von knapp 95 000 Euro vorsieht.

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