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Volles Haus in Wrixum : Ein Klönschnack über alte Zeiten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Es sollte ein kleines Senioren-Treffen werden: Der Ansturm überraschte am Ende auch die Initiatoren.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2015 | 19:30 Uhr

Als sich Siegfried Jensen aus Flensburg und Käthe Braun aus Wrixum an die Organisation eines Seniorentreffens machten, ahnten sie nicht, welche Wellen ihr Aufruf schlagen sollte.

Geplant als Treffen nach der Goldenen Konfirmation von 1998, das eigentlich alle fünf Jahre stattfinden sollte, schwebten dem in Wrixum geborenen Jensen und Käthe Braun eine Zusammenkunft einiger älterer Wrixumer vor, um über alte Zeiten zu klönen. Absichtlich wurde auf schriftliche Einladungen verzichtet, um die Gruppe nicht zu groß werden zu lassen.

Im „Alt Wrixumer Hof“ wurde zunächst ein Tisch reserviert. Doch das geplante Treffen sprach sich herum, und als sich immer mehr Teilnehmer meldeten, stockte Käthe Braun zunächst auf einen zweiten und in der Folge auf einen dritten Tisch auf, um schließlich den ganzen Festsaal zu mieten. Nur so konnte der Ansturm gemeistert und die Menge Interessierter untergebracht werden.

Dabei kamen die „jung gebliebenen“ Wrixumer natürlich auch vom Festland, so wie Siegfried Jensen, der nicht nur als Kind und Jugendlicher auf der Insel lebte, sondern in den 1960-er Jahren mit seiner Familie aus Nordrhein-Westfahlen zurück auf die Insel gezogen war und nach dem Tod seiner Frau als Rentner in Flensburg einen neuen Start gewagt hatte.

Es war Jensen ein besonderes Anliegen, Schulkameraden und alte Freunde aus früheren Tagen wieder einmal zu sehen. Und so freute er sich wie ein kleiner Junge, als er gemeinsam mit Käthe Braun und deren Tochter Heidi – die Wrixumer Bürgermeisterin wurde als tatkräftige Unterstützung dringend gebraucht – 71 Wrixumer und Ehemalige begrüßen konnte.

Nach einer Gedenkminute für die Verstorben stellte jeder Teilnehmer, ob alteingesessen, zugezogen oder ausgewandert, bei Kaffee und Kuchen sich und seine Familie vor. Klar, dass alte Erinnerungen aufgefrischt wurden, Fotos aus alten Zeiten wurden bestaunt und Walter Bahnsen las das Gedicht eines Föhrers vor, in dem alle Wrixumer Einwohner genannt wurden. Wer bis zum Schluss ausharrte, stellte sich zum großen Erinnerungsfoto auf. Nicht ohne das Versprechen abzugeben, sich möglichst bald wieder zu treffen. Noch einmal sollen keine 17 Jahre vergehen.

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