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Peter Hering : Ein Kenner der gefiederten Insulaner

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Vor sieben Jahren hat sich der Nieblumer Peter Hering der Vogel-Fotografie verschrieben - Das Ergebnis ist derzeit in einer Ausstellung zu sehen.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 08:19 Uhr

Nieblum | Die Kraniche auf dem Darß sind "schuld" an der Leidenschaft des in Nieblum lebenden Peter Hering. Denn dort entdeckte er vor etwa sieben Jahren die Leidenschaft für die Vogelfotografie und das Ergebnis seines unermüdlichen Ansitzens ist derzeit in einer Ausstellung im Nieblumer "Haus des Gastes" zu sehen.

"Vögel auf der Insel Föhr" hat Peter Hering seine Präsentation überschrieben. Das Ziel seiner Arbeit ist nicht nur die Darstellung einzelner Exemplare, die er wegen des Lichtes morgens und am späten Nachmittag aus zehn bis zwölf Metern Abstand mit einem knapp 90 Zentimeter langen Teleobjektiv festhält. Vielmehr gilt seine Aufmerksamkeit besonders auch der Artenvielfalt. Dabei wurde ein antiquarischs Buch des Föhrer Reinhard Arfsten über die hiesige Vogelwelt ein wertvoller Wegweiser.

Rund 220 verschiedene Arten konnte er inzwischen auf Föhr und Amrum orten und im Bild festhalten. Mit dieser Artenzahl liegen die beiden Inseln hinter Helgoland zurück, wo, so Hering, rund 430 Arten anzutreffen sind. "Ich bin ein Artenjäger geworden", sagt Hering über sich selbst, der im Laufe der Jahre auch ein immer besserer Kenner der fliegenden Insulaner geworden ist. Dazu gehört auch das Wissen um die Aufenthaltsorte der einzelnen Tiere.

Der Fotograf weiß, dass er in seiner Ausstellung und im Internet rund 4000 "Schönwetterbilder" zeigt. Denn auch auf Föhr gibt es keine heile Vogelwelt. Zu den bedrohten Arten gehört unter anderem die Uferschnepfe, deren Bestand durch intensive Landwirtschaft bedroht ist. So ist es konsequent, dass sich Hering im Schutzprogramm des NABU und des BUND engagiert.

Rückläufig ist auf der Insel auch die Zahl der Austernfischer. Dabei ist die Aufnahme eines auffliegenden Schwarmes, so eindrucksvoll dies auch wirkt, Folge unvernünftigen Verhaltens der Spaziergänger, die sich nicht um Schutzgrenzen kümmern. In dieser Beziehung hat Hering etwas resigniert: Gegen rücksichtlose Menschen, die durch abgegrenzte Brutgebiete gehen oder ihre Hunde frei laufen lassen, ist man fast machtlos. Doch eine Hoffnung bleibt ihm noch: Dass die Besucher seiner Ausstellung ein Gefühl für die Einzigartigkeit der Vögel bekommen und damit auch zu mehr Einsicht gelangen.

Peter Herings "Vögel auf Föhr" können noch bis zum Donnerstag, 9. Mai, von 10 bis 18 Uhr im Nieblumer "Dörpshus" besichtigt werden.

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