Föhr / Niebüll : Ein glücklicher Start

Spenden-Übergabe im Wilhelminenhospiz: (v. l.) Helmut Lau, Lea Jacobsen, Jana Dienert, Christel Tychsen, Hauke Petersen und Matthias Rugullis. Foto: dew
Spenden-Übergabe im Wilhelminenhospiz: (v. l.) Helmut Lau, Lea Jacobsen, Jana Dienert, Christel Tychsen, Hauke Petersen und Matthias Rugullis. Foto: dew

Schornsteinfeger sammelten am Neujahrsabend 2500 Euro für das stationäre Hospiz. Die Zunft will auch weiterhin die Einrichtung unterstützen.

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16. Januar 2011, 07:10 Uhr

Niebüll | Die Glücksbringer aus Nordfriesland - Bezirksschornsteinfeger und weitere Mitarbeiter der Zunft - statteten dem Wilhelminen-Hospiz am Wochenende einen Besuch ab. Mitgebracht hatten sie einen Scheck über 2500 Euro, den sie der Geschäftsführerin Christel Tychsen überreichten.

Das Geld stammt aus Spenden, die die Schornsteinfeger zu Silvester in Wyk auf Föhr sammelten. Die Mannschaft der Glücksbringer unter dem Kommando von Bezirksschornsteinfeger-Meister Matthias Rugullis war am 31. Dezember mit der 9.35 Uhr-Fähre zur Insel hinübergefahren und hatte drei Stunden agiert. Auf dem Sandwall hatten sie Kurgästen, Kurzurlaubern und einheimischen Passanten Glück fürs Neue Jahr gewünscht, ihnen Glückssymbole in Form kleiner Schornsteinfeger und Hufeisen überreicht. Hufeisen wurden auch amerikanisch versteigert - mit einem überwältigenden Erfolg. Die Schornsteinfeger selbst empfanden die überraschend herzliche Resonanz bei den von ihnen angesprochenen Menschen als großes Glück.
Netto 2217 Euro

Die Aktion 2010 - deren Ursprungsidee wurde zum wiederholten Mal umgesetzt - ergab ein Netto-Resultat von 2217 Euro, das die 13 Schornsteinfeger, unter ihnen Meisterin Lea Jacobsen aus Bosbüll, auf 2500 Euro aufrundeten.

Bei der Sammelaktion wurde jedem der Spender der Zweck der Aktion erläutert. "Doch viele fragten erst gar nicht, wofür das Geld bestimmt ist und zückten das Portemonnaie", berichtete Hauke Petersen, Pressesprecher der nordfriesischen Kreisgruppe.
Schornsteinfeger unterstützen auch weiterhin

Eine kleine Abordnung nahm nun im Hospiz die Gelegenheit wahr, die noch junge Einrichtung zu besichtigen und deren Leiterin Jana Dienert kennenzulernen. Der Geschäftsführung des stationären Hospizes ist jeder Euro willkommen, zumal etwa zehn Prozent der laufenden Kosten selbst erwirtschaftet oder aus Spenden eingeworben werden müssen. Die Schornsteinfeger versprachen, das Hospiz weiterhin zu fördern und von jedem von ihnen verkauften Rauchmelder einen Euro für das Hospiz abzuzweigen.

Seit Jahresbeginn gilt landesweit die Rauchmelder-Pflicht. Die Schornsteinfeger bieten als neue Dienstleistung unter dem Motto "Rauchmelder retten Leben" Lieferung und fachgerechte Montage der Geräte an. An dieser Aktion beteiligen sich die Meister Arne Paulsen (Enge-Sande), Dirk Paulsen (Bargum). Matthias Rugullis (Lütjenholm), Hauke Petersen (Niebüll) und Helmut Lau (Dagebüll).

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