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Insel-Bote

23. August 2017 | 16:19 Uhr

Ein gigantisches Himmelsspektakel

vom

10 000 Besucher genossen in einer Regenpause das Musikfeuerwerk "Föhr on Fire"

Wyk | Ein ohrenbetäubender Knall und ein Feuerball - mancher im Publikum dachte schon, gleich würde die ganze "Catjan" in die Luft fliegen. Doch es war nur der Schlusskracher eines gigantischen Himmelsspektakels, mit dem sich der Feuerwerkskünstler Joachim Schon wieder selbst übertroffen hatte. Und mit dem auch der Meister selbst, der sonst nach seinen Shows am Wyker Hafen eigentlich immer irgendetwas zu mäkeln hatte, rundum zufrieden war.

Zum zweiten Mal waren die Raketen auf dem Frachtschiff "Catjan" gezündet worden, nach dem Probelauf 2012 konnte Schon die Möglichkeiten, die eine Abschussrampe auf dem Wasser bietet, erstmals voll ausnutzen. Und die Wasseroberfläche, auf der plötzlich lauter rote Lichter schwammen, nicht nur als Spiegel in die Show einbeziehen.

"Something happened on the way to heaven", mit einer Live-Version dieses Phil-Collins-Hits begann das Spektakel, und auf dem Weg zum Himmel passierte in der folgenden Viertelstunde wirklich einiges - mal lauter, mal leiser, mal gingen die Raketen mehr in die Höhe, mal in die Breite, mit immer neuen, überaschenden Effekten und im Takt der Musik - als zweites Stück "Love lift us up where we belong" von Joe Cocker, und schließlich, zum krachenden Finale "If I could turn back time " von Cher.

Und tatsächlich hätte wohl jeder, der "Föhr on Fire" 2013 miterlebt hat, die Zeit gerne wieder und wieder zurückgedreht, um dieses Spektakel noch mal und länger erleben zu können. "Ich könnte da noch eine halbe Stunde weiter zusehen" - so wie dem Chef der Wyker Dampfschiffs-Reederei, Axel Meynköhn, wird es an diesem Abend vielen der nach Schätzung von Tourismus-Chef Armin Korok rund 10 000 Besucher ergangen sein. Die ließen sich auch vom Platzregen nicht abschrecken, der pünktlich einsetzte, als gegen 22 Uhr die "Völkerwanderung" zum Hafen begann. "Föhr on Fire" hatte es auch schon in strömendem Regen gegeben, und die Leute waren trotzdem begeistert. Am Sonnabend hörte der "karibische Schauer" aber gerade noch rechtzeitig auf, und die Zuschauer konnten das Himmelsspektakel trocken genießen. Ein Spektakel, das längst schon auch auf dem Festland kein Geheimtipp mehr ist. Und so fuhren nach dem Feuerwerk gleich zwei Fähren nach Dagebüll, beladen mit rund 1500 Tagesausflüglern.

Viele von ihnen hatten nicht nur das Feuerwerk, sondern zuvor schon das Hafenfest genossen, nachmittags beim Entenrennen mit gewettet und abends der Band "Tonados" gelauscht, die ihre Show tapfer trotz des Regens durchzog und ordentlich für Stimmung sorgte. Armin Korok war denn auch am Tag danach vollauf zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. "Wir haben ein geniales Feuerwerk gesehen", freute er sich gestern, "mit einem ebenso phantastischen Publikum. Es ist großartig, dass die Leute bei dem Wetter die Stellung gehalten haben". Nicht nur beim Publikum, auch bei allen, die hinter den Kulissen gewirkt haben - ob Mitarbeitern der Tourismus-GmbH und der WDR, Feuerwehr oder Grün-Bau - bedankte sich der Tourismus-Chef.

Sie alle hatten ihren Anteil an zwei tollen Festtagen, die die Besucher entspannt und ohne Zwischenfälle genießen konnten. "Es blieb völlig ruhig, keine Schnapsleichen", freute sich denn auch der Föhrer DLRG-Vorsitzende Brar Nissen, dessen Truppe den Sanitätsdienst an der Festmeile übernommen hatte, dass die Lebensretter an diesem Wochenende so gut wie nichts zu tun hatten.

"Auf ein Neues im Jahr 2014", gab Korok gestern die Losung aus. Und Joachim Schon verriet, dass er noch für etliche weitere Feuerwerke neue Überraschungen in petto hat.

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erstellt am 11.Aug.2013 | 08:14 Uhr

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