Tief „Friedrich“ : Ein ganz normaler Herbststurm

Auf der  Alten Mole konnte man sich beim Mittagshochwasser nasse Füße holen.
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Auf der Alten Mole konnte man sich beim Mittagshochwasser nasse Füße holen.

Die befürchteten Schäden blieben heute auf Föhr und Amrum aus. Feuerwehren und Reederei hatten einen ruhigen Sonntag.

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03. November 2013, 19:39 Uhr

„Nicht schon wieder“, stöhnten viele Insulaner, als für den Sonntag erneut eine Sturmwarnung herausgegeben wurde. Orkan „Christian“, der am vergangenen Montag auf Föhr und Amrum getobt und eine Spur der Verwüstung hinter sich hergezogen hatte, sitzt nicht nur den Menschen, denen Dächer davonflogen und Gärten verwüstet wurden, noch in den Knochen.

Doch das Sturmtief, das die Inseln heute streifte, hatte nichts von der zerstörerischen Kraft „Christians“ im Gepäck, es war ein ganz normaler Herbststurm, wie er sich an der Küste für diese Jahreszeit gehört. Zwar gab es immer wieder heftige Sturmböen, doch die richteten keine weiteren Schäden an. Und auch die Befürchtung, dass durch „Christian“ bereits instabil gewordene Bäume nun vollends umkippen könnten, bewahrheitete sich nicht.

„Es gab keine Einsätze, bei uns ist alles ruhig geblieben“, freute sich Wyks Wehrführer Kai Sönnichsen nach dem Feuerwehrball vom Vorabend heute über einen gemütlichen „Sofatag“. Und auch die Feuerwehren von Föhr-Land und Amrum meldeten einen ruhigen Sonntag.

„Alle Fähren fahren planmäßig, Gott sei Dank“, war auch Erk Brauer von der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) ganz entspannt. Selbst die Halligen konnten angefahren werden, die Halligfähre fuhr lediglich nicht weiter nach Amrum.

Die Alte Mole am Wyker Hafen stand in der Zeit um das Mittagshochwasser, das ungefähr1,20 Meter über Normal auflief, unter Wasser, und in der Godelniederung wurden einige Wiesen leicht überschwemmt. Ein ganz normaler Herbsttag also, an dem in der Mittagszeit sogar ein paar Sonnenstrahlen zu einem Spaziergang an der aufgwühlten Nordsee einluden.

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