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An der Südküste : Ein Föhrer Juwel erhalten

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Sie ist ein wertvolles Vogelschutzgebiet: Der Kreis Nordfriesland überträgt dem BUND die Betreuung der Godelniederung.

Die Inselgruppe Föhr des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Betreuung der Godelniederung vom Landkreis Nordfriesland übernommen. Mit der Unterzeichnung des Betreuungsvertrages in Husum wird das langjährige Engagement des BUND um den Schutz dieses wichtigen Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Gebietes (FFH) offiziell.

„Die Godel ist Föhrs einziger Süßwasserfluss. In der Niederung entsteht durch den täglichen Wechsel von Ebbe und Flut und das damit verbundene Wechselspiel von Süß- und Salzwasser eine einzigartige Salzwiesenlagune“, erläutert Angela Ottmann vom BUND auf Föhr. Die Godelniederung bei Witsum sei deshalb von herausragender Bedeutung für den Naturschutz, insbesondere für den Schutz von Wiesenvögeln, Limikolen (Watvögeln) und Seeschwalben, erklärt die zukünftige Schutzgebietsbetreuerin. „Auch die Plastikverschmutzung des Meeres ist ein wichtiges Thema unserer Arbeit – so haben wir im Schutzgebiet schon Sammelboxen für Strandmüll aufgestellt. Diese Projekte werden wir jetzt noch besser umsetzen können“, so Ottmann weiter. „Auch die Information der Öffentlichkeit über die Besonderheiten des Gebietes wird ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit“, kündigt sie an.

Die Godelniederung ist ein Schutzgebiet nach der EU-Vogelschutz- und FFH-Richtlinie. Das Gebiet ist etwa 150 Hektar groß und liegt an der Südküste der Insel Föhr. Neben dem BUND sind dort auch die Stiftung Naturschutz und die Schutzstation Wattenmeer aktiv.

„Die offizielle Übernahme der Betreuung ist eine tolle Anerkennung für das langjährige Engagement des BUND um diese Fläche“, freut sich BUND-Landesgeschäftsführer Ole Eggers. „Auch in Zukunft wollen wir den Schutz der Fauna und Flora entschlossen vorantreiben und gemeinsam mit der Kommune, den Anrainern und interessierten Bürgern dieses Föhrer Juwel für zukünftige Generationen erhalten“, so Eggers.



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erstellt am 06.Dez.2016 | 12:15 Uhr

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