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Virtuose Musik und hinreißende Anekdoten : Ein faszinierender Rhythmus

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Längst sind die regelmäßigen Auftritte des vor zehn Jahren von dem Bremer Schlagzeuger Wolf Grezesch gegründeten Jazzensembles „Hanse Swing Project“ um die Sängerin Kathrin Hinneburg auf Föhr nicht mehr wegzudenken.

Als George Gershwin von einer Europareise zurückkehrte und seinen Bruder Ira bat, ein Urteil über eine Song-Idee abzugeben, sagte dieser: „Oh, what a fascinating rythm“. Ein guter Satz, dachten sich die Musiker von Hanse-Swing-Project, und hatten den Titel für das Eröffnungsstück ihres Konzertes „Gershwin – ’S Wonderful“ im nahezu ausverkauften Kurgartensaal gefunden.

Längst sind die Auftritte des vor zehn Jahren von dem Bremer Schlagzeuger Wolf Grezesch gegründeten Jazzensembles um die Sängerin Kathrin Hinneburg „zwischen den Jahren“ auf Föhr nicht mehr wegzudenken. Doch aller Tradition zum Trotz begeistern die Musiker immer wieder aufs Neue mit Spielwitz, instrumentaler Virtuosität und leidenschaftlicher Musizierfreude.

Und es macht immer wieder Spaß, nicht nur den gebotenen musikalischen Gershwin-Klassikern wie „Embraceable You“, „Somebody Loves Me“ oder „A Foggy Day“ zu begegnen, sondern auch mehr über die Protagonisten George und Ira Gershwin zu erfahren. Denn es gehört zu den Markenzeichen von Hanse-Swing-Project, die einzelnen Musikstücke mit unterhaltsamen biografischen Details anzureichern, wobei die „Sprecherrollen“ auf alle Musiker verteilt sind. Kostprobe gefällig? George Gershwin bat in den 1920-er Jahren den weltweit berühmten Komponisten Maurice Ravel um Kompositionsunterricht. Dieser antwortete: „Warum wollen Sie ein zweitklassiger Ravel werden, wo Sie doch ein erstklassiger Gershwin bleiben können?“.

So fühlte sich das Publikum bestens unterhalten und in die lockere Atmosphäre passte wunderbar, dass die Musiker (neben Kathrin Hinneburg und Wolf Grezesch der Pianist Andreas Hinrichs, der Saxophonist Olaf Barkow, der auch mit Flöte und Klarinette glänzte, sowie der Kontrabassist Moritz Zopf) den Titel „The Man I Love“ einem Ehepaar unter den Gästen widmeten, das die Konzertkarten von seinen Kindern zum 40. Hochzeitstag geschenkt bekommen hatte. Zum 41. Hochzeitstag wollen sie erneut dabei sein und die Musiker von „Hanse-Swing“ wiederum in Wyk auftreten, kündigte Wolf Grezesch mit der allen ‚Asterix“-Lesern bekannten Einschränkung an: „Sofern uns der Himmel bis dahin nicht auf den Kopf gefallen ist“.

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erstellt am 05.Jan.2014 | 18:54 Uhr

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