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endlich am ziel : Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Nach einigen Verzögerungen wurde die Öömrang Skuul eingeweiht. Teilabriss und Neubau waren von vielen Pannen überschattet.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2015 | 09:00 Uhr

Endlich war es soweit: Gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Verwaltung feierten die Insulaner die Einweihung ihrer „neuen“ Öömrang Skuul. In der neuen Sporthalle begrüßte Schulleiter Jörn Tadsen die Anwesenden und versicherte allen, die die Maßnahme begleitet und zum Gelingen des Baus beigetragen haben, dass sie bei ihm ein Stein im Brett hätten. Insbesondere lobte Tadsen die unermüdliche Eigeninitiative von Eltern, Schülern und Lehrern sowie die des Amrumer Turn- und Sportvereins.

Mit dem Begrüßungslied „Die Zeit war lang“ drückten die Kinder der Klassen eins bis sechs ihre Begeisterung aus und machten mit den gefühlvollen Zeilen gleichzeitig die Sehnsucht deutlich, mit der die zwei Jahre überfällige Fertigstellung des Neubaus erwartet worden war.

Schulleiter Tadsen dankte den Verantwortlichen des Amtsausschusses für deren Mut, diese bedeutende Maßnahme für den Schulstandort Amrum zu tragen, von der die gesamte Insel profitiere. Und Amtsvorsteherin Heidi Braun blickte noch einmal auf die vergangenen sieben Jahre zurück. Bereits damals hatten Bestandsaufnahme und Sanierungsplanung für die Bildungsstätten auf Föhr und Amrum begonnen, die seit der Ämterfusion 2007 im Verantwortungsbereich des Amtes Föhr-Amrum liegen. Eine große Verantwortung, starke Emotionen und der hohe Erwartungsdruck der Insulaner sowie eine große Protestaktion der Kinder und viele Bauchschmerzen hätten den Amtsausschuss auf sehr persönliche Weise mit dem Projekt Öömrang Skuul verbunden, so Braun. Einen besonderen Dank richtete die Amtsvorsteherin an den lange Zeit verantwortlichen Bauamtsleiter Christian Stemmer. „Er hat bereits in der Bauphase Mängel und faule Kompromisse erkannt und die Firmen mit Nachdruck zur Nachbesserung angehalten.“

Maike Jennert, Schulrätin des Kreises Nordfriesland, zeigte sich begeistert vom Einfallsreichtum und Durchhaltewillen: „Diese Schule hat sich nie aufgegeben und immer dafür eingesetzt, den Schülern auch während der Bauphase etwas Besonderes zu bieten.“ Dazu gehörten unter anderem die Malente-Sportwoche, die Zirkuswoche und eine Strandolympiade. Zudem sei die Unterstützung durch die Fachklinik Satteldüne vorbildlich gewesen. „Beeindruckt hat mich auch, dass nicht die Grundschüler in die Container ziehen mussten, sondern dass diese Bürde von den älteren Schülern getragen wurde“, so die Schulrätin.

Der stellvertretende Landrat Carsten F. Sörensen überbrachte die Grüße des Kreises und überreichte Jörn Tadsen eine Kreisfahne. Auch er lobte das von allen Beteiligten gezeigte enorme Engagement. Vorbildlich für den gesamten Kreis Nordfriesland, und diese Botschaft trage er gern nach Husum, versprach Sörensen.

Der verantwortliche Architekt Jens Uwe Pörksen aus Lübeck erinnerte daran, dass die Maßnahme unter keinem guten Stern gestanden hatte. „Das erste Abrissunternehmen trat den Auftrag erst gar nicht an, die Probleme zogen sich durch die gesamte Bauphase und die Nerven der Amrumer lagen blank“, resümierte Pörksen. Das Ergebnis allerdings könne sich sehen lassen, auch dank der unermüdlichen Arbeit des Amrumer Architekten Peter Heck-Schau, der für das tägliche Baucontrolling engagiert worden war.

Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier versicherte, dass die Verantwortlichen alles versucht hätten, die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, um den Schülern schnell wieder einen geregelten Schul- und Sportunterricht anbieten zu können. Doch nicht immer laufe alles nach Wunsch. Weshalb es viel Schelte gegeben habe, aber auch neben den hauptamtlichen viele ehrenamtliche Helfer, die das Projekt über den gesamten Zeitraum unterstützt hätten.

Anerkennende Worte fand Dell-Missier auch für das Lehrerkollegium, das drei Jahre lang mit Ideen, Improvisationstalent und so mancher zusätzlichen Stunde Strategien entwickeln musste, um den Schulbetrieb zu gewährleisten. Eine Situation, die auch für den Schulleiter schwierig gewesen sei. Jörn Tadsen habe besonders gelitten, so der Bürgermeister. „Der Spagat zwischen dem baulichen Optimum und der Gewährleistung des geregelten Schulablaufs während der Bauzeit oblag zu einem großen Teil Jörn Tadsen und war bestimmt kein Spaziergang.“

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