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Kreismusikschule : Ein Blick hinter die Kulissen

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Viele Informationen und noch mehr Musik beim Tag der offenen Tür in der Feldstraße.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 08:09 Uhr

Wyk | Musikinteressierte aller Altersgruppen konnten sich beim Tag der offenen Tür ausführlich über das Angebot der Wyker Bezirksstelle der Kreismusikschule informieren, im kleinen Kreis mit den Musiklehrern sprechen und das eine oder andere Instrument einmal selbst spielen. Und so ließen sich auch dieses Jahr viele Föhrerinnen und Föhrer diese Gelegenheit nicht entgehen, sodass bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung die Schulräume in der Feldstraße aus allen Nähten platzten.

Den Unterhaltungsteil eröffnete Josef Antoš, Lehrer der Holz- und Blechbläser-Abteilung, mit der Youngster Bigband. Die bis zu 18-jährigen Nachwuchsmusiker zeigten bei tollem Sound mit Stücken aus dem Jazz, Blues und Swing, was engagierte Musikjugendarbeit leisten kann. Danach hatten die Besucher die Gelegenheit, in Schnupperstunden und kleinen Workshops das breite Unterrichtsangebot der Schule direkt auszuprobieren: Klavier (Galina Russanova), E-Gitarre, E-Bass (Nils Lorenzen), Trompete, Posaune, Querflöte, Saxophon (Josef Antoš), musikalische Früherziehung (Almut Höchner), Schlagzeug (Helmut Winkler), Klassische Gitarre (Monika Reincke), Blockflöte (Annamaria Cserepka) und Akkordeon (Rosemarie Lippert).

Reichhaltig war das Kuchenbuffet an diesemNachmittag, bestückt mit Kuchen und Torten, die Schüler-Eltern und Freunde der Musikschule gespendet hatten. "Mit den Einnahmen aus Kuchenbuffet und Spenden kaufen wir Leihinstrumente und können es einkommensschwächeren Familien ermöglichen, alle Kinder ein Instrument erlernen zu lassen", erklärt Musikschulleiterin Almut Höncher, sichtlich zufrieden über den Verlauf der Veranstaltung.

Mit ihrer über viele Jahre engagierten Arbeit ist die Musikschule zu einer zentralen Einrichtung für Föhr geworden, und aus dem Inselleben nicht mehr wegzudenken. "So hat Wyk mit drei Jazz-Bigbands auf die Einwohnerzahl bezogen die größte Bigband-Dichte in ganz Deutschland", berichtet der langjährige Leiter der Wyker Musikschule, Wolfgang Philipp, mit einem Augenzwinkern.

Dann zeigten die "Minis", was eine Band von Acht- bis Zwölfjährigen drauf haben kann. Erst im August letzten Jahre gegründet, boten die Kids bereits echten Bigband-Sound, was vom begeisterten Publikum mit anhaltendem Applaus belohnt wurde. Nach einer stimmungsvollen Einlage von Rosemarie Lipperts Akkordeon-Ensemble trat Wolfgang Phillips Tidenhup-Bigband auf. Vor erst drei Jahren war die Band, bestehend aus zwischen 25 und 70 Jahre alten Föhrerinnen und Föhrern, gegründet worden, und das ist auch der Zeitraum, seit dem ein guter Teil der Bandmitglieder ihr Instrument überhaupt erst spielt. Dies war aber nicht zu hören, ganz im Gegenteil. Mit Stücken quer durch ihr großes Repertoire spielte die Band eine knappe Stunde mitreißenden Jazz. Die gekonnt intonierten Soli von Lars Obelgönner und Andreas Veith (Trompete), Hans-Jürgen Gaetsch (Posaune), Andrea Gmelin und Detlef Grebe (Saxophon) sowie Jenny Grienig (Kontrabaß und Gesang) machten die beeindruckende Vorstellung perfekt. Ein toller Nachmittag, der im wahren Sinne des Wortes noch lange nachklingen wird.

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