Klinik Satteldüne : Ein besonderer Tag

Für die Kinder stand bei der Aktion der Spaß im Vordergrund.
Für die Kinder stand bei der Aktion der Spaß im Vordergrund.

Die Erbkrankheit Mukoviszidose begleitet sie ein Leben lang. Kleine Patienten der Amrumer Kinderklinik beschreiben ihr von täglichen Therapien bestimmtes Leben.

shz.de von
05. März 2016, 12:30 Uhr

Mit einem weltweiten „Tag der seltenen Erkrankungen“ wird jedes Jahr die Aufmerksamkeit auf Krankheiten gelenkt. Zum vierten Mal hat sich nun auch die Amrumer Kinderfachklinik Satteldüne, die sich auf die Behandlung der Erbkrankheit Mukoviszidose spezialisiert hat, mit einer Aktion beteiligt.

Das diesjährige Motto des Tages lautete „Den Seltenen eine Stimme geben“. Melanie Köller von der Regionalgruppe Amrum des bundesweit aktiven Mukoviszidose-Vereins und Ronny Grun, Mitarbeiterin der Klinik , hatten sich überlegt, das Motto so auszulegen, dass den kleinen Patienten der Fachklinik Möglichkeiten gegeben werden, ihre lebenslange Therapie an den vier Stationen Sport, Physiotherapie/Inhalation, Medikamente sowie Kraftquellen vorzustellen.

In der Woche vor der Aktion wurden dafür eifrig Plakate gebastelt und mit Farbe und Pinsel gemalt. Mit dabei war die Psychologin der Klinik, Pia Schäfer, die die Kinder und Eltern tatkräftig unterstützte. Ressourcen zu fördern und diese formulieren zu können ist innerhalb der Psychologie-Schulung ein wichtiges Ziel. Die Eltern zeichneten und formulierten ihre ganz persönlichen Kraftquellen im Umgang mit der chronischen Erbkrankheit Mukoviszidose. Diese individuellen Kraftquellen, so betont Melanie Köller, würden bei steigender Lebenserwartung immer wichtiger, müssen doch über viele Jahrzehnte Motivation und Disziplin bei der täglich notwendigen Therapie aufgebracht werden. Es gelte, einen gesunden Umgang mit der Krankheit zu erreichen.

Ganz groß auf dem Plakat standen dann Humor, Entspannung und der Austausch mit anderen Betroffenen. Dieser findet meist zum ersten Mal im Rahmen des Klinikaufenthaltes statt und Kontakte werden dann von zuhause aus als Netzwerk weiter genutzt.

Weil das für alle Erkrankungen gilt, konnten auch die Patienten, die an Asthma, Neurodermitis oder Fettleibigkeit leiden, ein Herz ausmalen und darin schreiben was ihnen gut tut und wann sie sich gesund fühlen. Ganz wichtig waren dabei Punkte wie Freunde, Lachen und „mit Mama kuscheln.

Die Klinik-Mitarbeiter und Chefarzt Christian Falkenberg waren begeistert von der Aktion und dem regem Treiben, das zur Mittagszeit in der Eingangshalle des Klinikgebäudes herrschte. „Vielen lieben Dank an die Väter der familienorientierten Reha für das tolle Dekorieren der Luftballons“, sagte Melanie Köller und freute sich den anderen Beteiligten über einen gelungenen Tag, der allen viel Freude bereitete.


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