Amrum : Ein arbeitsreiches Jahr

Die Massenkarambolage in der Leuchtturmkurve war zum Glück nur eine Übung.
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Die Massenkarambolage in der Leuchtturmkurve war zum Glück nur eine Übung.

Die Süddorf-Steenodder Wehr wurde zu 16 Einsätzen gerufen. Ihre Chefin Claudia Motzke mahnt mehr Unterstützung der Gemeinde an.

Im vergangenen Jahr wurde die Feuerwehr Süddorf-Steenodde zu 16 Einsätzen gerufen. Dazu gehörte auch eine Großübung der Amrumer Wehren gemeinsam mit der Wyker Feuerwehr in der Leuchtturmkurve. Außerdem gab es eine Gefahrgutübung im Süddorfer Gewerbegebiet und eine inselweite Alarmübung in der „Weißen Düne“ in Wittdün. Des Weiteren rückten die Feuerwehrleute zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang im Seezeichenhafen, einem großen Dachstuhlbrand im Restaurant „Venezia“ in Nebel und einem nächtlichen Verkehrsunfall in Wittdün aus. Dreimal wurden sie gerufen, weil Wattwanderer in Gefahr geraten waren, außerdem mussten sie nächtliche Hubschrauberlandungen absichern. Diese Zahlen wuren bei der Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr genannt, zu der Wehrführerin Claudia Motzke neben den Mitgliedern Abordnungen anderer Feuerwehren und weitere Ehrengäste begrüßen konnte.

„Ich wünsche mir für dieses Jahr wenig Einsätze, dass alle immer gesund nach Hause kommen, eine richtig gute Dienstbeteiligung, wenig Ausgaben und viele Einnahmen“, sagte Motzke, und weiter: „Ich wünsche mir auch von der Gemeinde Nebel mehr Verständnis. Die Gemeinde Nebel ist der Träger der Feuerwehr. Als Wehrführung hat man die Pflicht die Gemeinde über Missstände aufzuklären“.

Dem Kassenwart wurde, nach Verlesung des Kassenberichtes seitens der Kassenprüfer Thorsten Wollny und Lars Jensen wieder eine einwandfreie Kassenführung bestätigt. Einstimmig wurde der Wehrvorstand daraufhin entlastet, ebenso einstimmig wurden die beiden Kassenprüfer für ein weiteres Jahr wiedergewählt.

Gewählt wurden außerdem die Mitglieder eines neuen Festausschusses. „Dieser soll uns bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen unterstützen“, so Motzke. Für diesen Ausschuss konnten Norman Peters, Günther Wehlan, Hans Borrs und Thorsten Wollny gewonnen werden.

Beim folgenden Tagesornungspunkt „Beförderungen und Ehrungen“ gab es für die Feuerwehr-Chefin einiges zu tun. So wurden nach ihrem erfolgreichen Anwärterjahr Marcus Fetting, Broder Tadsen und Andreas Krumbein zu Feuerwehrmännern befördert. Über die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann konnte sich Christian Hessel freuen. Für ihre 20- und 21-jährige Mitgliedschaft wurden Hans Borrs und Thilo Heymann geehrt. Hark-Olaf Kümmel wurde die Bandschnalle für 30-jährige Mitgliedschaft verliehen und Wolfgang Pieck aus der Ehrenabteilung wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr Süddorf-Steenodde geehrt. Jürgen Krahmer und Hans Ricklefs wurden von der Ortswehrführerin, „schweren Herzens“, wie sie bekannte, in die Ehrenabteilung überstellt. Motzke beglückwünschte alle Beförderten und Geehrten und bedankte sich bei ihnen für ihre ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr. Weiter bedankte sie sich an diesem Abend bei allen Mitgliedern. „Ihr gebt das, was Ihr könnt. Das ist wichtig und macht die Feuerwehr Süddorf-Steenodde zu dem was sie ist. Darauf können wir alle mehr als stolz sein“, so Motzke.

In ihren Grußworten dankten unter anderem Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus, der stellvertretende Amtswehrführer Klaus-Peter Ottens, Wittdüns Wehrführer Dietmar Hansen, Norddorfs Feuerwehrchef Andreas Knauer, Nebels stellvertretender Gemeindewehrführer Jan Schmuck und Polizeihauptmeister Ralf Klein für die Einsatzbereitschaft und die stets gute Zusammenarbeit. Stellvertretend für den entschuldigten Nebeler Bürgermeister Bernd Dell-Missier und seine Stellvertreterin Elke Dethlefsen überbrachte Ortswehrführerin Claudia Motzke die Grüße der Gemeinde Nebel

Lars Thomas richtete die Grüße der Sondereinheit PSU (Psychosoziale Unterstützung) aus und konnte berichten, dass das Team Zuwachs bekommen habe und man nun zu dritt auf Amrum vertreten sei. Jugendfeuerwehrwart Norman Peters überbrachte die Grüße der Kinder und Jugendlichen und vermeldete, dass er im kommenden Mai sein Amt aus privaten Gründen nicht weiter ausführen kann. Nachfolger, so kündigte Peters an, soll sein Vorgänger Wolfgang Stöck werden, der die Amrumer Jugendwehr bereits 18 Jahre lang bis 2011 geführt hatte.

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