Paritätische Werkstätten : Eigene Imkerei geplant

Scheckübergabe vor dem Betriebsgelände der alten Meierei in Oevenum. Foto: ipu
Scheckübergabe vor dem Betriebsgelände der alten Meierei in Oevenum. Foto: ipu

Fan-Club und Föhr-Tourismus spenden den Paritätischen Werkstätten auf Föhr 500 Euro. Mit dem Geld will die Einrichtung Bienenvölker kaufen und in die Honig-Gewinnung einsteigen.

Avatar_shz von
06. November 2009, 10:14 Uhr

Wyk | Ob in Gärtnerei, Holzwerkstatt oder Wäscherei - die Mitarbeiter der Paritätischen Werkstätten gelten gemeinhin als "bienenfleißig". Und sind bald in der Lage, diesen sprichwörtlichen Eifer auch am passenden lebenden Objekt zu demonstrieren.

Denn Föhr-Tourismus-Marketingchefin Sandra Lessau samt Föhr-Fanclub-Projektbetreuerin Susanne Euting überreichten Werkstättenleiter Dietmar Völcker im Namen der inzwischen über 1300 inselbegeisterten Clubmitglieder einen Scheck über 500 Euro. Mit dem Geld sollen zwei bis drei Bienenvölkern für den Aufbau einer eigenen Imkerei angeschafft werden.
Inselhonig

Vor elf Jahren von der damaligen Föhr Touristik ins Leben gerufen und jetzt von der Föhr Tourismus GmbH (FTG) betreut, stiftet der Club jährlich diese Summe von den Mitgliedsbeiträgen der enthusiastischen Eilandfans für hiesige Projekte. "Dieses Mal wollten wir unsere Mitglieder noch stärker in die Entscheidung einbeziehen, daher wurden im vierteljährlich verschickten Newsletter Vorschläge gemacht, um über ein sinnvolles Projekt, mit dem sich auch unsere Mitglieder identifizieren können, abzustimmen", erkält Euting. Mehrheitlich wurde schließlich für die paritätischen Werkstätten gevotet. "Und das finden wir gut so." Der Meinung der Marketing-Expertin konnte sich natürlich der glückliche Werkstätten-Chef Völcker nur anschließen. Die "Schöneberger" werden demnächst ihren eigenen Inselhonig produzieren, die Kontakte zu einem insularen Imker zwecks Einweisung in die Materie sind geknüpft und der Austausch läuft bereits auf Hochtouren. Von der Betreuung der Bienenweide bis hin zur Honiggewinnung, Verpackung, Etikettierung und Vertrieb werden alle Arbeitsschritte von Mitarbeitern der Paritätischen Werstätten erledigt.

"Wichtig für unsere Mitarbeiter ist, Verantwortung für Lebewesen übernehmen zu wollen und alle Arbeitsvorgänge eigenverantwortlich durchzuführen, an dessen Ende solch leckeres Lebensmittel steht, das ist auch enorm wichtig für das Selbstbewusstsein", machte Völcker deutlich. Apropos Vertrieb: Geplant ist die Eröffnung eines Werkstattladens Anfang nächsten Jahres. Neben selbsthergestellten Verkaufsartikeln aus den eigenen Kreativwerkstätten wird dort auch der eigene Honig unters Volk gebracht.
Regionalvermarktung

Roswitha Ludwig aus Dortmund, die neben dem mittlerweile auf Föhr lebenden Clubmitglied Norbert Lehmann als "Föhr-Freundin" bei der Scheckübergabe zugegen war, brachte es für alle Anwesenden auf den Punkt: "Schön, dass man mit Spenden die Arbeit einer solchen insularen Einrichtung, die ja auch eine bestimmte Außenwirkung hat, auch von den Clubmitgliedern gewürdigt wird. Außerdem sei diese Honigidee ein weiteres Angebot in Richtung Regionalvermarktung.

Spontan enstand auch eine neue Idee, denn damit sich der Club der Föhr-Freunde auch mit "seinem" Bienenprojekt identifizieren kann, regte Werkstättenleiter Völcker ein Treffen der Mitglieder zwecks Honigverkostung im nächsten Jahr an. Ein Vorschlag, der selbstredend auch die ungeteilte Zustimmung von Sandra Lessau und Susanne Euting fand.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen