Wittdün : Echt und unverfälscht

Die Band hatte mehrere Auftritte auf der Insel.
Die Band hatte mehrere Auftritte auf der Insel.

Die „Naked Poets“ begeisterten das Amrumer Publikum. Und die Band ist von Amrum begeistert.

shz.de von
11. Juni 2018, 10:00 Uhr

Um schöne Abende in der „Blauen Maus“ auf Amrum zu verbringen, bedarf es nicht viel – gute Laune, ein nettes Getränk und entspanntes Beisammensein mit anderen Menschen. Um den Abend aber noch schöner zu machen, gehört dazu tolle Live-Musik, handgemacht, echt und unverfälscht. Mit den zwei Live-Auftritten der Band „Naked Poets“ war all dies komplett gegeben. „Naked Poets“ – das sind Sebastian Kral (Gitarre/Gesang), Uli Schell (Blues Harp/Percussion/Gesang) und Miko Mikulicz (Geige). Bereits zum vierten Mal gastierten sie auf der Insel, waren sowohl in der Maus als auch bei der Amrumer Kultour zu Gast.

Dass sie gerne im Norden sind, verrieten die drei Musiker. „Generell empfinde ich es hier oben im Norden alles als viel lockerer, offener und unkomplizierter“, so Schell, „ja, und Amrum ist definitiv ein Juwel“. Dem stimmten Kral und Mikulicz zu. „Wir waren am Strand unterwegs und haben viele Fotos gemacht. Es ist einfach ein Kracher hier“, so die beiden einstimmig. Der Kontakt zuMaus-Wirt Jan von der Weppen und den Initiatoren der Amrumer Kultour kam 2012 per Zufall zustande. Bei einem Auftritt in einem Pub in Husum lernten Kral und Schell den Bassisten Philipp Mayer von der Amrumer Kult-Band „Crazy Horst“ kennen. Schnell waren Termine gefunden und Amrum als weiteres norddeutsches Tourziel auserkoren. „Dafür sind wir zutiefst dankbar, denn es passt hier alles wie die Faust aufs Auge“, so Schell zufrieden.

Bis 2014 waren Kral und Schell als Duo unterwegs, Mikulicz ist seit 2015 dabei, und bereichert die Band nun mit seinem virtuosen Geigenspiel. Davon, wie sich Harp, Geige, Cajon, Gitarre und Gesang miteinander vereinen lassen, konnte sich das Publikum nun überzeugen. Gefühlt dauerte es nur zwei Stücke lang, und die „Naked Poets“ hatten die Zuhörer begeistert auf ihrer Seite und nahmen sie mit auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise. Die Band begeisterte mit Blues und Rock sowie auch sanften, einfühlsamen Tönen mit eigenen Texten und einigen Coverstücken. „Zu 90 Prozent spielen wir eigene Kompositionen“, berichten Kral und Schell, die im Gegensatz zu Mikulicz keine Berufsmusiker sind, und neben der Band noch „normalen“ Berufen nachgehen. Das die drei sympathischen Musiker das lieben, was sie tun, war für jeden unverkennbar. Belohnt wurde das Trio mit lauten Beifallsstürmen und großem Applaus.

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