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Für die Zukunft gerüstet : E-Books liegen voll im Trend

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Es gilt, den Anschluss nicht zu verlieren: 83 Büchereien bilden den Verbund „Onleihe zwischen den Meeren“.

Wie es scheint, verliert das gedruckte Buch seine Vormachtstellung, läuft ihm das E-Book langsam den Rang ab. Dessen Vorteile: Es ist leichter, bequemer, billiger und somit praktischer. Traditionelle Büchereien müssen da mit dem Laufe der Zeit gehen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Im Norden Deutschlands haben sich deshalb 83 Büchereien zusammengeschlossen und die „Onleihe zwischen den Meeren“ gegründet.

Mit ihr ist es möglich, sich E-Books in Form von PDFs herunterzuladen und für eine bestimmte Zeit zu lesen. „Ich selbst habe das auf Reisen schon gemacht, da habe ich mir einen Reiseführer auf mein Tablet geladen und konnte alles ganz bequem lesen“, sagt Sybille Wahala, Leiterin der Wyker Stadtbücherei, die seit 2014 ebenfalls Mitglied der Onleihe ist.

Derartige Zusammenschlüsse finden sich mittlerweile in ganz Deutschland, doch keiner erreicht solche Ausmaße wie jener zwischen den Meeren. Allein auf Föhr gibt es 300 aktive Leser, die das Angebot nutzen. Dabei könnten es viel mehr sein, denn die E-Books sind im Preis für die normale Leserkarte enthalten. Der Nutzer muss lediglich seine Kartennummer auf der Internetseite eingeben. Ausgeliehen werden können Medien dann aus ganz Deutschland, sogar aus der ganzen Welt. „Wir haben jetzt auch Leser, die hier Urlaub gemacht haben und das Angebot zuhause weiternutzen. Das ist für uns natürlich optimal“, so Wahala.

Und die Auswahl ist inzwischen immens. Mehr als 30  000 Medien, von Büchern über Musik bis hin zu Filmen, können herunterladen und bequem in den eigenen vier Wänden oder unterwegs konsumiert werden. Der Nutzer muss nicht einmal mehr das Haus verlassen, bequemer geht es nicht.

In Zukunft soll das Angebot sogar noch ausgebaut werden. Mehr Medien, mehr Leser. „Der Trend zum E-Book ist da, dem können wir uns nicht entziehen. Wir müssen mit dem Lauf der Zeit gehen“, meint Wahala. Aussterben werde das gedruckte Exemplar aber nicht: „Ich nehme immer noch gerne ein richtiges Buch in die Hand und vielen anderen geht es genauso.“

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erstellt am 22.Okt.2015 | 17:30 Uhr

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