Mensch des Jahres – unsere Kandidaten : Durch Organspende ein neues Leben geschenkt

Haben noch viel vor: Hark Münster und seine Lebensgefährtin Karin Büschker.
Haben noch viel vor: Hark Münster und seine Lebensgefährtin Karin Büschker.

Hark Münster hat seiner Lebensgefährtin eine Niere gespendet. Nach den jüngsten Organspendeskandalen will er ein positives Beispiel geben und andere Menschen dazu animieren, einen Organspenderausweis bei sich zu tragen.

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19. November 2013, 14:00 Uhr

Männer, die ihren Frauen wertvolle Geschenke machen, gibt es viele. Doch so wertvoll, wie das Geschenk, das Hark Münster seiner Lebensgefährtin Karin Büschker gemacht hat, ist wohl kaum eine dieser Gaben. Münster hat seiner Karin eine Niere gespendet.

Anfang August wurden die beiden in der Kieler Uni-Klinik operiert, doch die Entscheidung zur Organspende hatte der Wyker Schlachtermeister schon Jahre vorher gefällt. Seit 14 Jahren ist der 59-Jährige mit Karin Büschker zusammen, die an der Erbkrankheit „Familliäre Zystennieren“ leidet, bei der das Nierengewebe durch Zysten zerstört wird. Stets schwebte über der Westfälin das Damoklesschwert der Dialyse, ein Schicksal, dass Hark Münster ihr ersparen wollte. „Wenn es so weit ist, bin ich bereit, Karin eine Niere zu spenden“ – das sei ihm schon seit Jahren klar gewesen, berichtet Münster. Anfang 2013 war es dann soweit, die Blutwerte von Karin Büschker verschlechterten sich zunehmend und das, was sie so lange gefürchtet hatte, stand unmittelbar bevor: Mehrmals in der Woche zur Blutwäsche zu fahren, die nur auf dem Festland vorgenommen werden kann.

Doch Hark Münster machte mit seinem Versprechen Ernst: Nach einem ersten Gespräch mit Karin Büschkers Niebüller Nierenfacharzt wurde das Paar an die Kieler Uniklinik überwiesen. Es folgten für beide belastende Monate, in denen unzählige Tests und Voruntersuchungen gemacht werden mussten. „Die haben jedes Organ überprüft“, berichtet Hark Münster. Für den kerngesunden Wyker, der Krankenhäuser bisher nur als Besucher gekannt hatte, eine völlig neue Erfahrung. An deren Ende die Diagnose stand: Spendertauglich.

Die Operation wurde dann bei beiden unmittelbar hintereinander vorgenommen und verlief ohne Komplikationen. Hark Münster konnte das Krankenhaus bereits nach ein paar Tagen wieder verlassen, während seine Partnerin noch eine ganze Zeit stationär überwacht werden musste. Doch auch bei ihr verlief die Transplantation gut, von Anfang an hat ihr Körper die neue Niere akzeptiert und das Organ arbeitet hervorragend. „Inzwischen sind meine Nierenwerte sogar etwas besser, als seine“, berichtet sie strahlend. Noch ist Karin Büschker von den Folgen der schweren Operation geschwächt, trotzdem genießt das Paar schon jetzt eine deutlich höhere Lebensqualität als vorher und hat sich für den gemeinsamen Ruhestand noch viel vorgenommen.

Mit seiner Geschichte ist Hark Münster an die Öffentlichkeit gegangen, um anderen Menschen Mut zu machen, es ihm gleich zu tun. Nach den Organspendeskandalen der jüngsten Zeit will der Wyker ein positives Beispiel geben. „Vielleicht sind dann wieder mehr Leute bereit, einen Spenderausweis bei sich zu tragen und ihre Organe zu spenden“, hofft er.

Mensch des Jahres – so stimmen Sie ab:

Sie können sich auf vielfältige Weise an der Aktion „Mensch des Jahres“ beteiligen.

Sie können online auf unserer Homepage abstimmen: www.shz.de/menschdesjahres

Oder  Sie gehen auf unsere Facebook-Seite: facebook.com/inselbote

Ab sofort können Sie für ihren „Menschen des Jahres“ anrufen (für 14 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk deutlich teurer).

Rufnummern:

Marcus Hausmann:

0137580401234 01

Hark Münster:

0137580401234 02

Brar und Beate Nissen:

0137580401234 03

Sie können auch eine SMS schicken mit dem Inhalt „shz ib“ und der Kandidatennummer (also zum Beispiel„shz ib 01“) an die Nummer 42020 (Kosten tarifabhängig, wie eine normale SMS).

Oder Sie schneiden den Stimmzettel aus dem Insel-Boten aus und schicken oder bringen ihn zu unserem Kundencenter, Große Straße 16, 25938 Wyk

Egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden, Ihre Stimme wird bis einschließlich 26. November gezählt.

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